„Sperrmüllitis“ ist ausgebrochen

Mainhausen ‐ Für viele Mainhausener Bürger ist die kostenfreie Sperrmüllabfuhr ein Segen, dagegen stöhnen die Gemeinde und die Entsorgungsfirma inzwischen regelrecht auf. Von Michael Hofmann

Über ein Jahr ist es her, dass die Gemeinde die monatliche Sperrmüllabfuhr kostenfrei anbietet. Doch schon kurz danach wurden Gemeindeverwaltung und die Entsorgungsfirma Veolia mit Anmeldungen regelrecht überflutet. Während zu Zeiten der Gebührenerhebung allenfalls bis zu 40 Sperrmüllanmeldungen im Monat eingereicht wurden, explodierte die Teilnehmerzahl je Abfuhr auf mindestens 70 und mehr Haushalte. Gleiches gilt für die Menge des Sperrmülls.

„Die Arbeiter und Disponenten der Entsorgungsfirma kamen und kommen an die Grenzen der logistischen Kapazitäten“, sagt Bürgermeisterin Disser. Denn auch die deshalb im Vorjahr organisierten und kostenintensiven Zusatztermine seien immer restlos ausgebucht „und konnten den gemeldeten Bedarf nicht decken.“ Bei Ausnutzung oder gar Überschreitung der jeweiligen Drei-Kubikmeter-Begrenzung des Sperrmülls pro Haushalt können nicht mehr als 65 bis 70 Haushalte je Sperrmüllabholung berücksichtigt werden, stellt die Bürgermeisterin fest und bittet um Geduld.

Erst ab Juli wieder Termine frei

Allerdings sei die Zahl der Anmeldungen auch im neuen Jahr ungebrochen groß, „und derzeit sind nur noch wenige Plätze für die Sperrmüllabfuhr im Juli frei. Weitere Anmeldungen sind erst für die Folgemonate möglich. Sondertermine können aufgrund der angespannten Haushaltslage der Gemeinde nicht mehr angeboten werden.“

Da weiter an der Kostenfreiheit der Sperrmüllabfuhr festgehalten werden soll und eine Anmeldebegrenzung je Teilnehmer und Jahr in der Satzung nicht vorgesehen ist, ebenso wenig wie eine Anzeigepflicht der abzufahrenden Güter, appelliert die Gemeindeverwaltung an die bereits angemeldeten Teilnehmer, die Notwendigkeit ihrer Anmeldung zu prüfen. Vor allem, ob die Drei-Kubikmeter-Grenze auch ausgenutzt wird oder ob sich ein interessierter Nachbar beteiligen kann. „Einen Termin sichern und nur zwei oder drei kleine Gegenstände bereitzustellen, ist ebenso wenig sinnvoll wie die Überschreitung der Drei-Kubikmeter-Grenze.“

Rubriklistenbild: © dpa

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