Standort für Skater-Park ist weiter unklar

Mainhausen - (sig) Das von Bürgermeisterin Ruth Disser vorgelegte Konzept zur Errichtung eines Skater-Parks sieht als Standort das Gelände des ehemaligen Robinsonspielplatzes in direkter Nachbarschaft der „Hütte“, Stockstädter Weg, vor. Dieses Areal sei im Flächennutzungsplan als Freizeitgelände vorgesehen.

Keine Chance habe hingegen der Vorschlag der CDU-Fraktion, die in einer Ausschusssitzung das Gelände am Sportplatz in Zellhausen (Mainflinger Straße) vorsehe. „Es ist jedoch Landschaftsschutzgebiet“, so die Rathauschefin, die eine Entlassung der Fläche aus dem Schutzgebiet anzweifelte und ihre Zweifel durch ein Schreiben des Planungsverbandes Frankfurt/Rhein-Main bestätigt sieht. So weise der Verbandsdirektor ausdrücklich daraufhin, dass es sich bei dem Gebiet an der Main flinger Straße um eine Fläche „von hoher naturschutzfachlicher Wertigkeit“ handele.

Die Bedenken der Verwaltungschefin hätten CDU, FDP und UWG einfach „weggewischt“ und der Gemeindevertretung das fragliche Gelände als künftigen Standort für einen Skater-Park empfohlen. Daraufhin wandte sich Disser an die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt, der Genehmigungsbehörde. Die zuständige Fachabteilung habe festgestellt, dass „durch die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet alle Handlungen verboten sind, die den Charakter des Gebietes verändern, das Landschaftsbild beeinträchtigen und dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen“. Die Behörde habe daher geraten, einen anderen Standort zu suchen. „Durch dieses Schreiben der für eine Entlassung aus dem Landschaftsschutzgebiet zuständigen Behörden, sehe ich mich in meiner Argumentation bestätigt und hoffe auf die Einsicht der drei Fraktionen“, so die Bürgermeisterin.

„Wenn wir eine Umsetzung des Skater-Parks wirklich wollen“, fährt sie fort, „dann sollten wir uns nicht auf langwierige und schwierige Verfahren einlassen, sondern die Fläche nutzen, auf der schnell das erforderliche Baurecht geschaffen werden kann.“ Gleichzeitig habe die Verwaltungschefin zu dem Thema auch positives zu verkünden, denn zwischenzeitlich seien Spenden zweier Unternehmen aus der Region für die Errichtung des Skater-Parks in Aussicht gestellt worden. Über die genaue Höhe der finanziellen Unterstützung könne bislang aber keine Aussage gemacht werden.

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