„Unterstützerparty“ am Sonntag

Initiative „Pro Spielplätze“ kämpft weiter

Mainhausen - Die Aktivisten der Initiative „Pro Spielplätze“ lassen nicht locker. Einige Wochen nach dem Bürgerentscheid, bei dem der Verkauf der beide Areale in Mainflingen und Zellhausen besiegelt wurde, kündigt Sprecher Jochen Janzer an, dass weitergekämpft wird. Von Oliver Signus

Die Initiative „Pro Spielplätze“ bleibt bestehen. Sechs Wochen nachdem sie mit einem Bürgerbegehren zum Erhalt der Spielplätze in Mainflingen und Zellhausen gescheitert sind, kündigte Sprecher und Frontmann Jochen Janzer an, dass die Aktivisten sich weiter engagieren wollen. „Diskussionsstoff gibt es genug“, sagt Janzer, schließlich sei das Problem nicht aus der Welt geschaffen. Vielmehr habe sich die Situation noch verschärft. „Wenn die beiden Spielplätze verscherbelt sind, dann verändert sich das Verhältnis der Anzahl an Spielplätze je Einwohner“, meint er und rechnet vor: In Mainhausen gebe es dann auf 1.500 Einwohner einen Spielplatz. Seligenstadt sei da wesentlich großzügiger ausgestattet. Auf 658 Einwohner komme ein Spielplatz, nur unwesentlich schlechter stehe Hainburg da, wo pro 750 Einwohnern ein Platz existiere.

 „Die Forderung kann nicht mehr der Erhalt, sondern der Neubau von Spielplätzen sein“, betont Janzer. Um dieses Ziel zu erreichen, würden vielfältige Aktionen diskutiert. Zunächst sei es wichtig zu lernen, wie unter den gegebenen Mehrheitsverhältnissen (in Mainhausen hat die SPD die absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung) Protest überhaupt wirksam sein könne. Dazu sei eine „sorgfältige, öffentliche Analyse des Geschehenen geboten“.

Für Sonntag plant die Initiative eine Unterstützerparty

Da viele Kinder nun keinen leicht erreichbaren Spielplatz mehr hätten, will „Pro Spielplätze“ in regelmäßigen Abständen „Spieltage“ organisieren. Treff- und Ausgangspunkte sollen immer Orte sein, auf denen mal ein Spielplatz stand. Die Aktivisten wollen auch darauf achten, wer von dem Verkauf profitiere und - ob und wenn ja - welche Nähe er zur Mehrheitsfraktion habe. „Es wird auch interessant sein, ob die Einnahmen zur Schuldentilgung verwendet werden und ob nicht neue Schulden gemacht werden“, so Janzer weiter. Eine Aufgabe sei es, ein Forum zu schaffen, dass Bürgern die Möglichkeit eröffne, selbst zu definieren, wie sie sich zum Beispiel örtliche Demokratie, wirksame Bürgerbeteiligung, frühzeitige Information und anderes mehr vorstellen, sagt er.

Für Sonntag, 9. Mai, plant die Initiative eine „Unterstützerparty“. Los geht’s um 15 im Hof des Hauses Wendelinusstraße 31. „Während sich die Kleinen vielleicht zum letzten Male auf dem schönsten Spielplatz in Mainhausen aufhalten können, wird für alle anderen die Möglichkeit zur Diskussion gegeben sein“, so Janzer abschließend.

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