Tennisclub Grün-Weiß Zellhausen feiert sein 40-jähriges Bestehen

Spielbälle aus dem Hubschrauber

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Engagement, Kameradschaft, gemeinsamer Spaß und echter Pioniergeist prägten die ersten Jahre beim Tennisclub Grün-Weiß Zellhausen. Der Verein blickt zurück auf 40 abwechslungsreiche Jahre.  

Zellhausen - Sein 40-jähriges Bestehen feiert der Tennisclub (TC) Grün-Weiß Zellhausen mit einem sportlichen und gesellschaftlichen Jahresprogramm. Ein erster Höhepunkt ist das beliebte und bekannte „Mainpokal-Turnier“, das der TC vom 16. bis zum 23. April veranstaltet.

Damen-Prosecco-Cup (25. Mai) und das beliebte Bembel-Turnier folgen. Klaus Disser lässt vier Jahrzehnte Tennissport im Mainhausener Ortsteil Revue passieren. Als Anfang der siebziger Jahre der Tennis-Boom ausbrach, reifte bei einer Gruppe junger Leute im Mai/Juni 1976 die Entscheidung heran, einen Tennisclub in Zellhausen zu gründen. Am 27. Juli 1976 erfolgte der Aufruf über die Presse. Die damaligen Initiatoren, Heinz Rasbach, Roland Sommer und Erhard Dallmann, hatten bereits Gespräche mit der Gemeinde geführt, denn das größte Problem war natürlich die Beschaffung des Geländes. Man kam mit der Gemeinde und dem Fußball-Sportverein Zellhausen überein, das nicht genutzte Waldstück hinter dem Sportplatz an den Tennis-Verein zu pachten. Letztlich unterzeichneten 35 Damen und Herren einen Antrag auf Gründung des Tennisclubs Grün-Weiß Zellhausen. Der Vorstand wurde noch am selben Abend gewählt. Vorsitzender Heinz Rasbach, Stellvertreter Roland Sommer, Schatzmeister Günther Röthig, Schriftführer Christel Wulf, Sportwart Harald Wulf und Jugendwart Erhard Dallmann.

Schon eine Woche später begann man mit der Fällung der Bäume, Zerkleinerung und Abtransport der Fichten und Tannen. Jeden Samstag trafen sich die Mitglieder und arbeiteten mit Begeisterung bis spät auf dem Gelände. Die Presse berichtete oft über die Aktivitäten im Walde, weitere Interessierte traten dem Verein bei, und bei Jahresende wurde die magische Zahl 100 übertroffen. Es verbreitete sich ein echter Pioniergeist unter den tennisbegeisterten Grün-Weißen. In nur neun Monaten waren mitten im Walde eine Tennisanlage mit drei Plätzen und ein kleines, aber komfortables Clubhaus entstanden.

Hubschrauber bei der Eröffnungsfeier

Am 23. April 1977 war es dann so weit. Die Eröffnungsfeier begann mit einer großen Überraschung. Ein Hubschrauber flog über das Gelände und warf die Tennisbälle für das Eröffnungsspiel ab. Der Erlös des Tages wurde der „Aktion Sorgenkind“ gespendet. Unter den mittlerweile 130 Mitgliedern konnten in sportlicher Hinsicht allerdings noch keine großen Hoffnungen geweckt werden. Die meisten von ihnen waren reine Anfänger und mussten erst einmal lernen, wie man mit dem Schläger umgeht. Dies änderte sich aber im Laufe der Jahre sehr schnell. Die erste Herrenmannschaft schaffte auf Anhieb den Aufstieg, und die Damen folgten im zweiten Jahr. Die Jugendarbeit wurde beim TC GW groß geschrieben, so dass nach vier Jahren die ersten Juniorinnen und Junioren gemeldet wurden.

Es folgten eine zweite Herrenmannschaft, Jungsenioren und Senioren. Nur ein paar Jahre nach Etablierung der Senioren wurde der Bembel-Cup ins Leben gerufen. Dieses Senioren-Turnier wurde zu einem der größten sportlichen Ereignisse im Verein. Im Jubiläumsjahr findet das Bembel-Turnier nun zum 35. Mal statt. Als dieses Turnier ins Leben gerufen wurde, wollte man eigentlich nur ein bisschen Spaß mit anderen Tennismannschaften haben. Was allerdings daraus wurde, das hätten sich die Verantwortlichen nie erträumt. Aus Gernsheim, Michelstadt, ja sogar aus Berlin kamen die teilnehmenden Teams. Auch in gesellschaftlicher Hinsicht setzte der junge Verein Maßstäbe.

Ende der 70-er Jahre beschloss der Vorstand, das Sportgelände um einen vierten Platz, eine moderne Parabolwand und einen Bambino-Platz zu erweitern. Wieder wurde über die Winterzeit alles umgesetzt - dem enormen Einsatz der 200 Mitglieder geschuldet.

Im Jahre 1989 wurde, nach langem Zögern, ein neues Clubhaus gebaut. Das alte hatte seine Dienste über zehn Jahre lang getan und musste abgerissen werden. Mit vereinten Kräften und unter dem Motto „Wir schaffen das“ rückten die Mitglieder zusammen und arbeiteten jede freie Minute auf der Anlage. In nur sechs Monaten war es geschafft, das neue Vereinsheim stand. Umso tragischer und schockierender die Nachricht nur 18 Monate später, dass ein Feuer das Clubhaus des TC GW Zellhausen bis auf die Grundmauern zerstört hatte.

Kerbers Rückkehr: "Alle erkennen mich jetzt"

Am 25. April 1992 erfolgte die Einweihung des Tennis-Clubheims zum dritten Mal. Diese letzte Tragödie hatte den Verein fast an den Rand des Ruins gebracht, in finanzieller Hinsicht wie auch bei den Mitgliedern, von denen einige überzeugt waren, das der Club das nicht überwinden könne. Aber es gelang. „Inzwischen sind mehr als 20 Jahre vergangen, und der TC GW feiert sein 40-jähriges Bestehen.“  (mho)

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