Nager ist am Mühlbach und um den Königsee aktiv

Unermüdlicher Biber sorgt für einen feuchten Keller

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Der Biber macht am Mühlbach, was er am besten kann: Bauen und Stauen.

Mainhausen - Um den Königsee sowie am Mühlbach ist seit einiger Zeit ein oder mehrere Biber sehr aktiv. Am Nordufer des Königsees hat der Nager bereits einige Bäume gefällt und weitere angefressen.

Auch im nördlichen Teil des Badebereiches mussten bereits im vergangenen Jahr einige Bäume aus Sicherheitsgründen entfernt werden. „Da zurzeit noch einige Bäume am Nordufer des Königsees eine Gefahr darstellen, wurde ein Teil des Trampelpfades aus Sicherheitsgründen gesperrt“, erläutert Bürgermeisterin Ruth Disser und bittet um Verständnis dafür, dass der Weg erst wieder geöffnet werden kann, wenn keine Gefahr mehr besteht.

Außer am Nordufer sind Biberaktivitäten auch entlang des Mühlbaches in südlicher Richtung bis kurz hinter den Bauhof zu beobachten. Im Wald östlich des FKK-Strandes hat der Biber inzwischen auch einen Damm gebaut, der zu einem Anstau und höherem Wasserstand im Bach geführt hat. Da der Biber unter Schutz steht, darf sein Werk dort nicht ohne Abstimmung mit der Naturschutzbehörde entfernt werden.

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Nach einem ersten Ortstermin mit dem Biberbeauftragten des Regierungspräsidiums Darmstadt wurde zunächst ein Teil des Dammes entfernt. Der Biber hat diesen jedoch in relativ kurzer Zeit wieder neu gebaut. Da der Mühlbach aber auch eine Vorflutfunktion habe und das gesamte Oberflächenwasser aus dem Gewerbegebiet Ostring abführe, könne der Damm auf Dauer nicht toleriert werden. Darüber hinaus sei in einem Haus bereits aufgrund des höheren Wasserstandes im Mühlbach ein feuchter Keller zu verzeichnen. Bei einem weitereren Termin mit Oberer und Unterer Naturschutzbehörde wurde vereinbart, dass erneut ein Teil des Dammes entfernt wird und zusätzlich ein Drainagerohr gelegt wird, sodass der Wasserabfluss auch gewährleistet wird, wenn der Damm wieder neu gebaut wird. (sig)

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