Verändertes Landschaftsbild

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Das einstige Atomkraftwerk Kahl, umgeben von Maisfeldern.

Ostkreis (mho) ‐ Gravierend verändert habe sich das Landschaftsbild am östlichen Mainufer von Hainburg und Seligenstadt im Jahr 2010, so Thorwald Ritter (Hainburg) aus dem Ortsverbands-Vorstand des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Die Kuppeln und Bauwerke des Versuchsatomkraftwerks Kahl (VAK) und des Heißdampfreaktors (HDR) Großwelzheim seien gänzlich abgebaut, entfernt und nun zu einer Grasfläche geworden. Das VAK produzierte von 1961 bis 1985 Strom und der HDR wurde nach dem 14. Oktober 1969 wegen wiederholten Schäden an den Brennelementen 1971 abgeschaltet.

Am ehemaligen RWE-Steinkohlekraftwerk haben die Abrissarbeiten begonnen. „Damit sind nach der Verhinderung von weiteren Atomanlagen wie einer Atommüllzwischenlagerung und der einst im Gewerbegebiet Großwelzheim geplanten Verbrennungsanlage für schwachradioaktiven Atommüll die Umweltgefahren und Belastungen erträglicher geworden“.

Zukunftsweisende Entwicklung

Sollten die Ziele des neuen Bebauungsplanes für das Gebiet westlich des Gustavsees erreicht werden und sich Unternehmen für die Nutzung und Entwicklung erneuerbarer Energien ansiedeln, so wäre dies eine zukunftsweisende Entwicklung für die Umwelt und die Bevölkerung, für die die Bürgerinitiative Östlicher Untermain (BÖU) mit ihren damaligen Sprechern Eduard Bernhard und Georg Blum und der daraus entstandene BUND mit ihrem Widerstand gegen umweltschädliche Großprojekte und ihrem Einsatz für eine alternative Energienutzung beigetragen hätten.

Der BUND hoffe, dass mit Unterstützung der Kommunen eine Erweiterung des Kraftwerks Staudinger mit einem gigantischen Block 6 trotz RP-Genehmigung doch noch verhindert werden kann „und e.on seine Investitionen zukünftig in die dezentrale Energiebereitstellung und die Nutzung erneuerbarer Energien ausrichtet“.

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