Weitreichende Entscheidung

Ausschuss diskutiert über Projekt „2-in-1“

+
Symbolbild

Mainhausen - Fast zwei Stunden haben die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Mainhausen Pro und Kontra einer Sanierung des Rathauses in Zellhausen diskutiert und einem Neubau an gleicher Stelle gegenübergestellt.

Auf Basis vorliegender Zahlen ging es um die Frage, welche Variante die sinnvollere wäre. Zu einem Ergebnis sind die Gemeindevertreter noch nicht gekommen. Die Fraktionen wollten nochmals intern beraten, bevor sie ihre Gespräche heute in einer weiteren Ausschusssitzung öffentlich fortsetzen. Ursprünglich war für den heutigen Dienstag eine Sitzung der Gemeindevertretung vorgesehen, die jedoch mangels Vorlagen und Anträgen ausfällt. Die nächste Sitzung ist auf den 21. November terminiert. Stattdessen treffen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses heute um 19.30 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus Mainflingen. Einziger Tagesordnungspunkt ist die weitere Beratung des Projektes „2-in-1“.

Die möglichen Optionen:

  • Das Bürgerhaus Zellhausen wird lediglich energetisch saniert (2,4 Millionen).
  • Durch Erweiterung wird der Verwaltungsteil in Zellhausen vergrößert, um die Rathäuser Mainflingen und Zellhausen zusammenzulegen (Projekt „2-in-1“, Kosten von etwa 4,1 Millionen Euro).
  • In Zellhausen wird anstelle der alten Gebäude ein Neubau für Verwaltung und Bürgerhaus errichtet (circa neun Millionen). Daneben wurde auch die jeweilige Sanierung der Gebäude in Mainflingen und Zellhausen diskutiert.

Erster Beigeordneter Torsten Reuter (SPD) erläuterte in der ersten Ausschusssitzung in der vergangenen Woche ausführlich die vorliegenden Zahlen und verschiedenen Möglichkeiten. Optionen mit und ohne Tiefgarage sowie ein Catering an Stelle einer Gaststätte wurden dargestellt. Möglichkeiten für einen Neubau wurden unabhängig vom Standort erörtert. „Die Gemeindevertretung kann jetzt über mehrere Optionen entscheiden“, resümierte Reuter. „Sicherlich keine einfache Entscheidung, aber in ihrer Komplexität dem Investitionsvolumen entsprechend. Wir werden in dieser Legislaturperiode kein umfangreicheres Projekt auf den Weg bringen.“

Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD) hält die Diskussion rund um das Projekt „2-in-1“ gerade jetzt für richtig: „Heute verfügen wir über zwei sanierungsbedürftige Rathäuser, die nicht mehr dem Standard entsprechen, die unnötige Kosten verursachen und die Effizienz der Verwaltungsarbeit einschränken.“ Eine Zusammenlegung und ein flexibleres Bürgerbüro bezeichnet sie als konsequente Schritte. (kd)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare