Optimale Trainingsbedingungen 

Nach 1000 Stunden Eigenleistung: SV Zellhausen weiht Kunstrasenplatz ein 

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Stolz sind die Mitglieder des SV Zellhausen und des JFV Seligenstadt/Zellhausen/Klein-Welzheim auf den ersten Kunstrasenplatz in ihrer Heimatgemeinde. Foto: hampe

Die stark angestiegene Zahl an Jugendmannschaften und die Möglichkeit, den Nachwuchs adäquat fördern zu können, waren für den SV Zellhausen die Gründe, einen Kunstrasenplatz errichten zu lassen.

Mainhausen - Die Kosten für das auf 450 000 Euro teure Projekt konnte der Verein durch etwa 1 000 Stunden Arbeit in Eigenleistung auf rund 200 000 Euro senken.

Eigenen Angaben zufolge ist die Zahl der Jugendteams auf 21 angestiegen, früher seien es nur sechs gewesen. 360 Kinder und Jugendliche gehören dem Jugendförderverein (JFV) an, 45 Übungsleiter, davon zwölf lizensierte, betreuen sie. Zu den Aufgaben des Vereins zählen auch die Ausbildung von Trainern sowie der Aufbau von Mädchenmannschaften im JFV. Mit dem Bau des Kunstrasenplatzes (45 x 90 Meter groß, gemäß DFB-Richtlinien) habe man optimale Trainingsbedingungen für SVZ und JFV in den Wintermonaten schaffen wollen. Bislang sei Mainhausen die einzige Kommune im Kreis gewesen, die keinen Kunstrasenplatz hatte. Die Rasenplätze seien zudem stark geschädigt und komplett ausgelastet.

SV Zellhausen: Neuer Kunstrasenplatz eingeweiht

Zu den umfangreichen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder gehörten die komplette Projektplanung (Beginn: 1. Juli), die Vorarbeiten auf dem ehemaligen Hartplatz, Mulch-Arbeiten um den Platz herum (Büsche, Gestrüpp), das Setzen der Leistensteine am Rand, die Umrandung des Platzes mit einem Zaun und Fangzaun, der Einbau einer Drainage, die Begradigung des Platzes durch Auffüllen von etwa 500 Tonnen grobem Schotter (inklusive Soccerfeld), diverse Feinarbeiten (Steine und Müll aufsammeln), Auffüllen von feinem Kies-Material (inklusive Soccerfeld), Abziehen des Platzes. Den Platz selbst hat eine belgische Firma errichtet.

Den Hauptteil der Kosten trage der Verein, heißt es in einer Mitteilung. Allerdings brauche man dringend die finanzielle Unterstützung von Sponsoren, die es aber aktuell noch nicht gebe.

Auch auf Nachhaltigkeit hat der SVZ geachtet. So ist beim Bau Kork statt Mikroplastik verwendet worden, was wiederum Mehrkosten von 15 Prozent verursacht habe. Das Flutlicht sei von Halogen auf LED umgestellt worden.

Bereits 2010 ist auf dem dem Dach des Vereinsheims eine Fotovoltaikanlage installiert worden. Das Domizil selbst wurde im vergangenen Jahr energetisch saniert. Abschließend berichtet der Verein von „unzählbaren Stunden in Eigenleistung“. Seit 2014 seien mindestens 10000 Stunden absolviert worden.  sig

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