1980 endete Abbau

Mühlheim - (pk) 2009: Elf Seen mitten in Wald und Flur gelegen, pittoresk verstreut in einem Naherholungsgebiet. Bis 1980 sah es bei Dietesheim eher nach Mondlandschaft aus. Auf 150 Hektar wurde damals in den Steinbrüchen malocht.

Neben einem Betonstein-, einem Schotterwerk und einer Asphalt-Mischanlage waren auf dem Gelände der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie (MHI) seit Anfang der 60-er Jahre Gastarbeiter in einem Wohnheim untergebracht. Ein Ende der ständigen Erweiterungen kam erst 1973 in Sicht. MHI und die Stadt Mühlheim einigten sich damals vertraglich auf eine erneute Erweiterung der Abbauflächen, datierten das Ende der Förderung aber auf Ende 1980. Zudem verpflichtete sich die MHI, das Areal kostenlos an die Stadt abzugeben. Die zweite Betreiberfirma, die Vogelsberger Basalt, schloss kurz danach einen gleichlautenden Vertrag ab. Nach 1980 füllten sich die Riesenlöcher langsam mit Grundwasser. Schließlich wurde im Jahr 1984 der Rundwanderweg geschlossen: Seither spannt sich ein Holzsteg elegant über den Canyon zwischen Vogelsberger See und Oberwaldsee.

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