Völkerverständigung fördern

Ausländerbeiratswahl: 28 Kandidaten zählt die Mühlheimer Internationale Liste

Stellen sich am 14. März zur Wahl: Acht erfahrene und 20 neue Kandidaten gehören zur MIL.
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Stellen sich am 14. März zur Wahl: Acht erfahrene und 20 neue Kandidaten gehören zur MIL.

Erstmals findet in Hessen die Ausländerbeiratswahl am gleichen Tag wie die Kommunalwahl statt. So werden am 14. März Ausländerbeiräte in jenen Gemeinden direkt und demokratisch gewählt, in denen mehr als 1 000 ausländische Einwohner gemeldet sind. In der Mühlenstadt zählen 15 Mitglieder zum Beirat, der die politische Teilhabe der ausländischen Bevölkerung über das Wahlrecht hinaus ermöglicht und deren Anregungen in die Kommunalpolitik einbringt.

Mühlheim – Er setzt sich nachdrücklich für die Verbesserung der Lebenslagen von Migranten ein, überethnisch, arbeitet überparteilich und überkonfessionell, betont der aktuelle Vorsitzende Hüsamettin Eryilmaz.

In Mühlheim stehen alle Bewerber auf einer Liste. Zur „Mühlheimer Internationalen Liste“, kurz MIL, gehören acht Kandidaten mit langjähriger Erfahrung sowie 20 Neulinge, die aus Afghanistan, Ägypten, Bangladesch, Griechenland, dem Irak, dem Iran, Italien, Marokko, Pakistan, der Türkei und Tadschikistan stammen. „Wir wollten den Anteil der Frauen erhöhen und freuen uns deshalb sehr darüber, dass wir neun engagierte Frauen als Kandidatinnen vorstellen können“, betont Eryilmaz.

„Wir haben uns in den vergangenen Jahrzehnten immer mit dem Thema ,Integration und politische Partizipation von Migranten’ befasst und uns für ein Integrationskonzept für die Stadt Mühlheim und dessen erfolgreiche Umsetzung stark gemacht.“ Weiter sagt Eryilmaz: „Wir setzen uns für Gleichberechtigung, für ein friedliches Miteinander und gegen Rassismus und Diskriminierung ein.“

Als Beispiele für die vielfältige ehrenamtliche Arbeit des Beirats nennt er etwa die Förderung der Betreuung interkultureller Projekte in Kitas, des Bildungserfolgs in Schulen, der Schulsozialarbeit, der Aufklärung der Eltern über das Bildungssystem, der Frauenförderung und Gleichberechtigung, des Altenhilfesystems.

Auch habe der Ausländerbeirat zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen selbst oder mit seinen Kooperationspartnern auf die Beine gestellt, „um das friedliche Miteinander und die Völkerverständigung zu fördern“. Die rassistisch motivierten Morde von Hanau hätten „uns vor Augen geführt, wie wichtig diese Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander ist“.

Daher appelliert Eryilmaz an die Wahlberechtigten: Wenn man die Lebenssituation von Migranten wirkungsvoll verbessern und das friedliche Zusammenleben in Mühlheim aktiv fördern wolle, solle man den demokratisch gewählten Ausländerbeirat stärken. „Machen Sie mit, gehen Sie wählen!“  (ron)

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