50.000 Euro für Prüfung

Mühlheim (hov) - Die unabhängige Prüfung aller technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Mühlheimer Biogasanlage im Donsenhard hat den Segen des Stadtparlaments bekommen.

Auf Antrag und im Wesentlichen mit der Mehrheit der rot-grünen Koalition genehmigte die Kommunalpolitik dafür bei ihrem jüngsten Gipfeltreffen 50.000 Euro.

Es ist innerhalb weniger Wochen der zweite Beschluss, den nach wie vor laufenden Bau der Biogasanlage vor allem mit Blick auf die zu erwartende Stickstoffbelastung durch das zugehörige Blockheizkraftwerk im Bürgerpark und auf die finanzielle Sinnhaftigkeit des 6,3-Millionen-Projekts genau unter die Lupe zu nehmen. In der ersten Sitzung nach dem Machtwechsel im Parlament hatten SPD und Grüne die Prüfung schon einmal beschlossen. Damals war sie allerdings mit dem Auftrag verbunden gewesen, den Anlagenbau mindestens bis zur Vorlage der Ergebnisse zu stoppen. Dazu war es wie berichtet nicht gekommen, weil der bald scheidende Bürgermeister Bernd Müller (CDU) rechtliche Bedenken angemeldet und sein Veto eingelegt hatte.

Auf den erneuten Beschluss ihres nun ins Parlament zurückgekehrten Ursprungsantrags verzichtete die Koalition vergangenen Donnerstag. Allerdings aus juristischen Zwängen und nicht, weil sie den Baustopp für unnötig halte.

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