Kostenteilung mit den Nachbarn

Abschied vom Tellerrand

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Mühlheim - Schreckliche Begriffe, aber Hoffnung auf eine kein bisschen schreckliche Bedeutung: Die Stadt erwartet von einer Stärkung der sogenannten intra- und interkommunalen Zusammenarbeit in den nächsten Jahren Einsparungen.

2014 sollen es 50000 Euro werden, 2015 schon 150.000 Euro, 2016 dann 250.000 Euro und 2017 satte 450.000 Euro. Das Prinzip ist kein finanzielles Wunderwerk, sondern pure Logik. Im Prinzip haben alle Städte die gleiche Arbeit zu erledigen. Bei manchen Aufgaben kommen in Zeiten der Kassen-Ebbe immer mehr Kommunen zur Erkenntnis, dass sie versuchen könnten, was Privatmenschen längst wie selbstverständlich tun: Sie teilen die Kosten mit den Nachbarn.

Sechs Besen für die von Wohnung zu Wohnung rotierende Pflicht zum Hofkehren eines Sechsfamilienhauses beispielsweise sind fünf zu viel. Einer, platziert im Schuppen neben dem Haus, reicht theoretisch. In größerem Maßstab praktiziert das Mühlheim mittlerweile mit der Straßenreinigung. Der Offenbacher Stadtdienstleister ESO putzt grenzüberschreitend, kann so seine Überkapazitäten an Kehrfahrzeugen ausreizen und der Mühlenstadt einen besseren Preis machen, als ein Alleingang kosten würde.

Ähnlich dürfte das auch mit anderer Arbeit funktionieren. Sagt der Kreis seinen Mitgliedskommunen und sagt Mühlheim mit einem einstimmigen Beschluss zur Idee aus dem Bürgerhaushalt, weitere mögliche Synergieeffekte zu finden. Die „gemeinsame Erledigung gleichartiger Aufgaben“ sei als Einsparung schon im Haushaltsicherungskonzept zu finden, heißt es. Bei den drei hundertprozentigen unternehmerischen Stadt-Töchtern Bürgerhaus GmbH, Stadtwerke GmbH und Wohnbau GmbH zum Beispiel seien Aufgaben der Personalverwaltung an externe Dienstleister ausgelagert, obwohl sie von der städtischen Personalstelle übernommen werden könnten.

mcr

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