Aktuell ein Nachwuchsproblem

Der Lebensladen sucht Helfer, die sich ehrenamtlich engagieren möchten

Der Nachwuchs fehlt in der bunten Halle: Das Team des Lebensladens an der Nordseite des Mühlheimer S-Bahnhofs sucht Unterstützung.
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Der Nachwuchs fehlt in der bunten Halle: Das Team des Lebensladens an der Nordseite des Mühlheimer S-Bahnhofs sucht Unterstützung.

Mühlheim – „Wir wollen helfen“ lautet das Motto des Lebensladens. Doch jetzt braucht das sozialdiakonische Projekt der evangelischen Friedensgemeinde selbst Hilfe. Denn die wöchentliche Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige kann nur funktionieren, wenn genügend Mitstreiter mit anpacken. Und daran hapert’s aktuell. „Wir haben gerade ein Nachwuchsproblem“, berichtet die Projektvorsitzende Christina Richter.

Als der Lebensladen vor zwölf Jahren gegründet wurde, fanden sich schnell viele fleißige Hände, die helfen wollten. Doch ein Teil der Helferinnen und Helfer der ersten Stunde sind inzwischen selbst nicht mehr uneingeschränkt belastbar und können die Lebensmittelausgabe nicht mehr allein bestreiten, informiert Richter.

Deshalb sucht der Lebensladen nun dringend weitere Ehrenamtler, die das Team bei der Begrüßung und Betreuung der Kunden unterstützen und beim Verteilen der Lebensmittel helfen möchten. „Es wäre schön, wenn wir Menschen finden, die mindestens einmal im Monat Zeit haben, eine Schicht zu übernehmen“, sagt Richter und ergänzt: „Je mehr freiwillige Helferinnen und Helfer dabei sind, desto flexibler können wir sie einsetzen.“

Zudem gebe es immer mehr Geschäfte, die die Lebensmittelausgabe für Bedürftige unterstützen und Waren spenden wollen, aber es fehle an Fahrern, die die Lebensmittel abholen und zu der bunten Halle an der Nordseite des Mühlheimer S-Bahnhofs bringen. Gesucht sind daher auch Menschen mit eigenem PKW, die dienstagabends oder mittwochvormittags Lebensmittelgeschäfte in Mühlheim anfahren, die Spenden abholen und sie in den Lebensladen bringen. Gerade das „Retten“ von Lebensmitteln, die sonst von den Supermärkten entsorgt werden, motiviere viele Mitarbeitende im Lebensladen, berichtete Richter. Etwa zehn Prozent aller Lebensmittel landen aktuell im Müll – obwohl sie ihr Haltbarkeitsdatum häufig noch lange nicht erreicht haben. Da könne die Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige ein Zeichen für ein achtsameres und nachhaltigeres Miteinander sein.

In der bunten Halle werden die gespendeten Lebensmittel dann geprüft, sortiert und für die Ausgabe vorbereitet. Mittwochs ab 15.30 Uhr öffnen sich dann die Türen für die Kunden. Junge Familien sind dabei, aber auch alleinstehende ältere Menschen. „Und alle freuen sich, wenn sie während des Einkaufs auch ein paar Worte mit den Ehrenamtlichen wechseln können“, sagt Richter. Es sei deshalb wichtig, empathische Helfer zu finden, die unvoreingenommen auf Menschen in schwierigen Lebenssituationen zugehen können.

Richter: „Wie in jedem anderen Lebensmittelgeschäft auch gelten im Lebensladen die vorgeschriebenen Corona-Regeln. Es herrscht Maskenpflicht für Mitarbeitende und Kunden gleichermaßen, und das Team achtet stets darauf, dass die sogenannten „AHAL-Regeln“ und die allgemeinen Hygienevorschriften jederzeit eingehalten werden.“ (ron)

Infos und Kontakt:

Interessierte melden sich direkt bei Christina Richter unter z 06108 71585 oder per Mail an christina.richter@online.de. Auch der Friedensgemeinde-Pfarrer Ralf Grombacher steht für Fragen oder als Ansprechpartner für freiwillige Helfer telefonisch unter z 06108 75506 oder per Mail an muehlheim@ev-friedensgemeinde.de zur Verfügung.

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