Asche zu Asche

Anpfiff für Kunstrasen: Start in Dietesheim  

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Der Ascheplatz auf dem Spvgg-Gelände ist Vergangenheit. Bagger haben den Belag abgekratzt, um Platz zu schaffen für den ersehnten Kunstrasen.

Mühlheim - Anpfiff für den Austausch des Ascheplatzes der Sportvereinigung Dietesheim gegen einen das ganze Jahr über bespielbaren Kunstrasenplatz: Bagger kratzen gerade den alten Belag weg. Der neue Untergrund soll zur nächsten Saison fertig sein. Von Marcus Reinsch 

Egal, ob sie gut spielen oder schlecht: In ihrer nächsten Saison werden sich alle Fußballmannschaften der Sportvereinigung Dietesheim als Gewinner fühlen. Nach Jahren, in denen sie sich von der Stadt einen Kunstrasenplatz als Ersatz für ihren vom Zahn der Zeit angenagten Tennen- oder Ascheplatz gewünscht haben, ist dieses Jahr Bescherung. Gerade haben Bagger ihre Zähne in den Aschebelag des bisherigen Rechtecks geschlagen und zu einem rotbraunen Mittelgebirge zusammengeschoben. Sobald der letzte Krümel der zuletzt ungeliebten Masse weggeräumt ist, kommen die Auffüllung, die Entwässerungsdrainagen und schließlich der ersehnte neue Untergrund. Kunstrasen hat vor allem den Vorteil, dass er ganzjährig bespielbar ist, nach Regenfällen also weder Seenlandschaft noch Schauplatz von Schlammschlachten statt Fußballspielen wird.

Und das ist für Punktspiele genau wie fürs Training auch nötig. Die Spvgg vereint rund 1000 Mitglieder in den Sparten Fußball, Handball, Turnen, Tennis und Basketball, wobei die Kicker am breitesten aufgestellt sind. Auch mit einer Nachwuchsarbeit, die ihresgleichen sucht. Schon deshalb war dem Verein der nicht jederzeit nutzbare Ascheplatz bereits lange ein Dorn im Auge.

Billig ist ein neuer Fußballplatz nicht. Der Dietesheimer wird mit einer knappen Million Euro zu Buche schlagen. Das Land gab, nachdem die Mühlheimer Stadtverordnetenversammlung den Umsetzungsbeschluss gefasst hatte, 50.000 Euro dazu. Staatssekretär Michael Bußer brachte die im Investitionsprogramm maximal zulässige Förderung Mitte Januar vorbei.

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Damals gab Bürgermeister Daniel Tybussek auch zu Protokoll, dass es um die Zukunft des alten Tennenplatzes so oder so nicht gut bestellt gewesen wäre. Er habe sein Verfallsdatum erreicht, sagte auch Klaus Schäfer, bei der Stadt Fachbereichsleiter für Sport und Kultur. Er war bereits 1983 eingeweiht worden und habe nur dank guter Pflege so lange überlebt. Um den neuen Kunstrasenplatz werde man sich ebenfalls gut kümmern. Bevor der Belag wieder getauscht werden muss, werden zwölf oder 15 Jahre vergehen.

Aber erstmal muss er überhaupt fertig werden. Falls das Wetter mitspielt, sollen die ersten Bälle mit Saisonbeginn rollen. Momentan ist die Einweihung fürs Sommerfest am zweiten Augustwochenende geplant.

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