Stadt legt Lagebericht über Parkraumsituation vor / Mikrostudie soll folgen

Arbeiten an Lösungsmöglichkeiten

Erhöhter Parkdruck: Auch entlang der Lämmerspieler Straße sind die Abstellplätze rar.
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Erhöhter Parkdruck: Auch entlang der Lämmerspieler Straße sind die Abstellplätze rar.

Nicht nur an Wochenenden im Naherholungsgebiet herrscht Parkdruck, sondern über die Stadt verteilt. Um einen Überblick über die besonders betroffenen Straßen zu bekommen, hatten die Stadtverordneten den Magistrat im Dezember beauftragt, die Parkraumsituation in Mühlheim darzulegen und insbesondere die Gebiete auszuweisen, in denen verstärkter Parkdruck zu beobachten ist.

Mühlheim – Den ausführlichen Bericht hat Erster Stadtrat Dr. Alexander Krey den Stadtverordneten jüngst vorgelegt. Darin heißt es, die Verwaltung arbeite intensiv an der Verbesserung der Parkplatzsituation in Mühlheim. Die Ordnungspolizei habe den Auftrag, bei Streifenfahrten auch nach Möglichkeiten der Schaffung weiteren Parkraums zu schauen und an das Sachgebiet zu berichten, erläutert Krey. „Aus diesen Beobachtungen haben wir in einem ersten Schritt eine Liste von Straßen erstellt, in denen erhöhter Parkdruck beziehungsweise vermehrte Verstöße im Bereich des ruhenden Verkehrs zu beobachten sind.“ Dazu zählen Borsig-, Trach-, Bahnhof- und Rodaustraße, die Straße am Südring in Höhe des Ärztehauses, Feld-, Marktstraße und Apfelbaumgasse, sowie Robert-Bosch-Weg, Hausener Weg, Lämmerspieler Straße, Industriestraße und Spessartstraße in Höhe des Autohauses Best. Dazu gebe es in der Mühlenstadt noch weitere Straße, auf denen punktuell Parkdruck herrsche, sagt Krey.

Problematik an der Borsigstraße weitgehend gelöst

„In einem nächsten Schritt haben wir nun begonnen, diese Gebiete einer näheren Betrachtung zu unterziehen und nach Abhilfemöglichkeiten zu schauen.“ Pandemiebedingt sei das Sachgebiet Sicherheit, Ordnung und Verkehr mit der Ordnungspolizei derzeit jedoch mit Corona-Kontrollen beschäftigt, was zeitliche und personale Ressourcen stark binde (wir berichteten). Zahlreiche Beschwerden haben das Ordnungsamt etwa wegen vermehrter Probleme an der Borsigstraße mit dort über das Wochenende abgestellten Kleinlastern sowie falsch parkenden Sattelzügen. „Zahlreiche Anwohnerbeschwerden haben uns erreicht“, berichtet Krey. Man habe intensiv überlegt, ob die Beschilderung verstärkt werden müsse, davon aber abgelassen. „Vielmehr haben wir die Kontrollen der Ordnungspolizei in diesem Bereich verstärkt und intensive Aufklärungsarbeit bei den Fahrern betrieben und Ausweichparkmöglichkeiten benannt.“ In Folge dessen sei die Problematik an der Borsigstraße weitgehend gelöst worden, was ein Austausch mit Anwohnern auch bestätigte, informiert Krey.

Auch am Hausener Weg habe die Ordnungspolizei vermehrt Parkverstöße festgestellt, was durch Anwohnerbeschwerden bestätigt worden sei. Dort seien zum einen die Kontrollen intensiviert und und zum anderen die Haltverbote auf der Nordseite des Hausener Wegs entfernt worden. „Wir arbeiten weiter intensiv an Lösungsmöglichkeiten. Festzustellen ist aber auch, dass Bürger ihre Garagen zweckentfremden beziehungsweise die Parkmöglichkeiten auf dem eigenen Grundstück nicht nutzen, sondern den öffentlichen Parkraum in Anspruch nehmen“, sagt Krey.

Ein von den Stadtverordneten ebenfalls beschlossenes Pilotprojekt, bei dem für eine besonders betroffene Gegend eine Mikrostudie zur Parkraumsituation erstellt werden soll, könne erst dann beginnen, „wenn die pandemische Lage soweit unter Kontrolle ist, dass eine intensive Anwohnereinbindung sinnvoll und möglich ist, aber auch die Ressourcen im Sachgebiet hierzu zur Verfügung stehen“, sagt Krey. Er hoffe, dass damit im kommenden Jahr gestartet werden kann. (Ronny Paul)

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