Nördliche Ortsdurchfahrt

B43 einspurig: Ende März startet die Testphase

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Noch vor Ostern wird es auf der nördlichen Ortsdurchfahrt nur noch eine Spur geben.

Mühlheim -  Im ersten Anlauf hat es noch nicht geklappt, nun steht der Termin für die Testphase. Ab dem 26. März wird die nördliche Ortsdurchfahrt B43 einspurig. Von Christian Wachter

Mit Schallgeschwindigkeit mag es zwar wenig zu tun gehabt haben, nun steht er aber, der Termin für den Startschuss. Noch vor Ostern, am Montag, 26. März, beginnt der Versuch zur einspurigen Verkehrsführung der B43 zwischen den Einmündungen in Ludwigstraße/Fährenstraße und Albertstraße. Ein Interessensbekundungsverfahren im vergangenen Jahr war noch ins Leere gelaufen, der Test konnte nicht wie avisiert in den Herbstferien starten, weil sich nicht ein Unternehmen gefunden hatte. Auf die Ausschreibung hin, deren Frist in diesem Januar endete, forderten dann fünf Firmen Unterlagen an. Nicht alle meldeten sich zurück, „es gab Wettbewerb“, wie Bürgermeister Daniel Tybussek betont. „Wir sind im Kostenrahmen geblieben, selbst wenn sich zehn Anbieter bewerben, wenn alle überzogene Forderungen haben, brechen wir ab.“ Man habe zwar an den Rahmenbedingungen geschraubt, dass es beim ersten Versuch nicht geklappt habe, liege aber auch an der Hochkonjunktur, gerade in der Baubranche.

Den Zuschlag nach einer Prüfung und einem Vergleich der Angebote bekam nun ein Unternehmen, das in der Nähe von Mainz ansässig ist. Wie Christine Menz vom Sachgebiet Tiefbau erläutert, werden die Arbeiten je nach Witterung ungefähr fünf Wochen dauern. „Anfang Mai soll alles stehen.“

In einem ersten Schritt werden Leitelemente aufgebaut, dann kommen neue Verkehrschilder, bevor schließlich neue Markierungen aufgetragen werden. Baulich, betont Tybussek, könne man noch nicht eingreifen. Bei der Bundesstraße hat die Landes-Verkehrsbehörde Hessen Mobil schließlich ein entscheidendes Wort mitzureden, wenn etwas verändert werden soll. Deshalb wird auch ein Ingenieurbüro aus der Region regelmäßig in Richtung Wiesbaden berichten, wie sich das Provisorium so macht.

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„Wichtig für die Bürger ist, dass das Projekt nicht sich selbst überlassen bleibt, sondern durch ein detailliertes Monitoring begleitet wird, das während der gesamten Projektlaufzeit stattfindet“, heißt es vonseiten der Stadt. Eine „Plattform des direkten Dialogs“, wie man sie bei den Bürgerinformationsveranstaltungen im vergangenen Jahr angeboten habe, soll es laut Tybussek auch weiterhin geben. So ist eine solche Zusammenkunft für die Sommerpause geplant, wenn es nach einer Einführungsphase Erkenntnisse zum Fortschreiten des Projekts gibt. Was die technische Schiene angehe, erläutert Susanne Breuer, im Fachbereich VII für die Stadtplanung zuständig, sei das Monitoring so aufgebaut, Verbesserungen etwa mit Verkehrzählungen zu erreichen.

Tybussek betont, dass man in Sachen Bürgerbeteiligung Hinweisen nachgekommen sei. „Es gibt auch kritische Stimmen, das ist natürlich legitim.“ Die Durchfahrtszeit durch den betroffenen Streckenabschnitt werde sich um wenige Sekunden verzögern, prognostiziert der Rathauschef. Nun sei er froh, dass es losgehe. „Ich bin guter Dinge, dass hier eine Erfolgsgeschichte beginnen kann; schon beim Bau des DRK-Seniorenwohnheims hat sich gezeigt, dass die einspurige Verkehrsführung unsere Innenstadt belebt und bereichert.“ Ziel des Vorhabens ist es, das Parken in der Innenstadt zu erleichtern und den Bedürfnissen von Fußgängern, Radfahrern und dem Einzelhandel gerecht zu werden.

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