Testphase auf der nördlichen Ortsdurchfahrt

B43: Einspurigkeit, zweiter Anlauf

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Der einjährige Versuch zur Einspurigkeit der nördlichen Mühlheimer Ortsdurchfahrt B43 könnte Ende März beginnen.

Mühlheim - Der einjährige Versuch zur Einspurigkeit der nördlichen Mühlheimer Ortsdurchfahrt B43 könnte Ende März beginnen. Die Ausschreibung für den Bau der Provisorien endet am 16. Januar. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet. Von Marcus Reinsch 

Denn beim ersten Anlauf im Herbst wollte keine einzige Firma den Auftrag haben.
Zweiter Versuch für den Verkehrsversuch zur Einspurigkeit auf Mühlheims nördlicher Ortsdurchfahrt B43: Die Bewerbungsfrist im städtischen Ausschreibungsverfahren für den Aufbau der provisorischen Verkehrslenkung endet am 16. Januar.

Die auf ein Jahr angelegte Testphase auf der bisher zweispurigen Bundesstraße 43 zwischen den Einmündungen in Ludwigstraße/Fährenstraße und Albertstraße soll zeigen, ob der Verkehrsfluss auch auf nur einer Spur noch funktioniert. Die Begleitung durch ein renommiertes Planungsbüro ist dabei elementar. Denn es handelt sich um eine als Bundesstraße gewidmete Achse. Die Stadt muss jede Änderung also erst einmal der Landes-Verkehrsbehörde „Hessen Mobil“ schmackhaft machen, falls aus dem Provisorium irgendwann eine in Wiesbaden abgesegnete Dauerlösung werden soll.

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Eigentlich hatte der Versuch schon in den Herbstferien des vergangenen Jahres beginnen sollen. Doch die Ausschreibung lief ins Leere. Was früher undenkbar gewesen wäre: Bis zum Ende der Bewerbungsfrist Mitte September gab kein einziges Unternehmen ein Angebot ab. Das war vermutlich der Auslastung von Unternehmen im privaten und öffentlichen Bauboom geschuldet.

Daraufhin verschob die Stadt den noch nicht in der finalen Optik, aber schon mit allen wichtigen Funktionen daherkommenden Versuch und machte aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. „Es ist schon sehr bitter, kurz vorm Ziel eines so wichtigen und zukunftsweisenden Projekts ausgebremst zu werden“, sagte Bürgermeister Daniel Tybussek damals.

Die zweite Ausschreibung, gestartet Mitte November, soll den Rückschlag nun heilen. „Nach Abstimmung und Ursachenforschung mit unserem planenden Ingenieurbüro“, erklärt Tybussek, seien „ein geändertes und verlängertes Angebotsverfahren sowie längere Bauvorbereitungszeiten festgelegt“ worden. Neuer geplanter Baubeginn der Arbeiten zum Versuchsaufbau sei nun am 26. März.

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Es wird also wieder ernst. Wechselwirkungen mit dem Umstand, dass der Kreis Offenbach die unter seiner Regie laufende Mühlheimer Fähre im Oktober „aus Sicherheitsgründen“ stillgelegt hat, erwartet Tybussek nicht: „Nach unserer Einschätzung hat die Fährverbindung keinen Einfluss auf den Verkehrsfluss auf der B43-Nordfahrbahn, da die Ampelregelung auf Höhe Fährenstraße/ Ludwigstraße erhalten bleibt.“

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