Einführung der Biotonne

Neue Rhythmen beim Müll

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Rund 7000 braune Tonnen für den Biomüll wurden in den vergangenen Wochen an die Haushalte verteilt. Unser Bild zeigt nur einen kleinen Teil davon.

Mühlheim - Mit der Einführung der Bio-Tonne ändern sich die Abholtage für fast alle Abfälle. Kunststoff aus Maisstärke darf nicht in die neuen Behälter. Mit einer App auf dem Smartphone stets informiert.

Pflanzliche Reste, aber auch altes Brot, überlagerte Lebensmittel, Speisereste, Nuss- und Eierschalen, Schalen von Zitrusfrüchten, Fisch, Fleisch, Küchen- und Hygienetücher sowie Kaffee- und Teesatz gehören in die neuen Bio-Tonnen, die Dezember verteilt wurden. Insgesamt 7000 solcher Behälter haben so den Weg in die Mühlenstadt gefunden.

„Trotz der großen Menge gab es nur wenige Reklamationen“, betont Erste Stadträtin Gudrun Monat erfreut. „Nun hoffen wir natürlich, dass die Tonnen eifrig – und vor allem richtig – genutzt werden.“ So sollten, um die Feuchtigkeit in der Tonne zu regulieren, Abfälle in Zeitungspapier gewickelt oder in Papiertüten, die es im örtlichen Handeln gibt, gepackt werden: „Die im Handel angebotenen Kunststoffbeutel aus Maisstärke dürfen nicht verwendet werden. Diese haben eine längere Verrottungsdauer als der Biomüll und können von der Verwertungsanlage nicht aufgearbeitet werden.“

Entscheidung über Größe von Restmülltonnen

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Mit der Einführung der Bio-Tonne konnten sich Hauseigentümer auch für eine neue Restmüll-Tonnengröße entscheiden. Denjenigen, die das getan haben, werde die entsprechende Tonne von Montag, 19. Januar, an vor die Tür gestellt. Wer eine neue Tonne erwartet, wird gebeten, die „alte“ Restmüll-Tonne von 19. Januar an nach der Leerung auf dem Gehweg stehen zu lassen und erst die „neue“ Tonne dann wieder auf das Grundstück zu holen. „Sollte die alte Restmüll-Tonne bis dahin nicht ausreichen, können die Bürger einzelne Müllsäcke am Abfuhrtag zur Restmüll-Tonne legen, die dann ebenfalls eingesammelt werden“, erläutert Monat die Übergangsregelung.

Seit Anfang Januar gelten auch die neuen Abfuhrrhythmen. Restmüll und Biomüll werden jetzt 14-tägig abgefahren. Da damit die Müllmengen größer werden, hat man die Bezirke für den Restmüll von fünf auf acht erhöht, die Abfuhr des Biomülls wurde in sieben Bezirke eingeteilt. In einigen Straßen ändern sich damit die Wochentage der Abfuhr, unter Umständen werden Restmüll und Biomüll an unterschiedlichen Tagen abgeholt werden. Die Abfuhrbezirke für das Altpapier bleiben gleich; der Abfuhrbezirk 2 für die Gelben Säcken wurde auf dienstags verlegt.

Save Food: Weniger wegwerfen, mehr satt machen

Die Änderungen seien notwendig gewesen, weil Rest- und Biomüll unterschiedlich schwer sind, in sehr verschiedenen Mengen abgegeben werden, an unterschiedliche Orte transportiert werden müssen. Zudem habe man versucht, die Arbeitszeiten des Personals und den Einsatz der Fahrzeuge bestmöglich auszunutzen. Hätte man die bisherigen Bezirke beibehalten, wären die Kosten für den Abtransport erheblich gestiegen. „Das wollten wir vermeiden“, betont die Erste Stadträtin. Die neuen Abfuhrbezirke stehen in der Abfallfibel für 2015, die vor Weihnachten an alle Haushalte verteilt wurde. Wer keine hat, kann sich unter 06108/8252436 oder 8252437 melden.

Zudem gibt es für Besitzer eines Smartphones die Möglichkeit, sich mit der App „MyMüll.de“ über die Abholtage auf dem Laufenden zu halten Der elektronische Abfallkalender für Apple oder Android kann kostenlos aus den App-Stores oder über einen Link aus der Webseite heruntergeladen werden. Mühlheim ist die erste Stadt im Kreis Offenbach, die diese Müll-App eingeführt hat. 

clb

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