Von Fluglärm und Schadstoffen betroffen

Brief an Schwarze und Grüne

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Mühlheim - Prinzip steter Tropfen: Ihr Dasein zwischen Hoffen auf und Bangen vor einer schwarz-grünen Landesregierung hat die Bürgerinitiative „Mühlheim gegen Fluglärm“ an den Computer getrieben.

Herausgekommen ist ein Brief an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Grünen-Chef Tarek Al Wazir. Er soll die entscheidenden Köpfe an ihre Verantwortung für die Mühlheimer und alle anderen Menschen in der Einflugschneise erinnern. Über Mühlheim, seit Eröffnung der neuen Nordwestlandebahn des Frankfurter Flughafens mehr als zuvor von Fluglärm und Schadstoffen betroffen, beginne bei Westwind der Endanflug, also an etwa 260 Tagen im Jahr. 26.000 Einwohner müssten mit den Folgen des ausbaus leben, „18 Stunden am Tag, von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends, hörbar in Häusern und Wohnungen, Schulen, Kindergärten, Altenheimen, auf Straßen und Plätzen, in Gärten und Naherholungsgebieten“. Deshalb sei es elementar wichtig, dass sich Bouffier und al Wazir an ihre Aussagen hielten, dass es leider werden müsse.

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„Viele arbeiten am Flughafen und niemand ist gegen den Frankfurter Flughafen“, schreibt die BI. Aber es müsse „auch noch lebenswerten Raum für uns Menschen geben. Wir alle brauchen Ruhe, um uns erholen zu können, um leistungsfähig und gesund zu bleiben - und wir alle brauchen sie jetzt!“ Die Forderung nach acht Stunden Nachtruhe, sprich: Ausweitung des Nachtflugverbots, einer Deckelung der Flugbewegungen unter dem jetzigen Stand und Lärmobergrenzen stehe. Ebenso die nach dem Verzicht aufs dritte Terminal.

Und weil Papier geduldig ist, wird die Botschaft auch bei der heutigen letzten Montagsdemo des Jahres wieder überbracht. Geplant ist eine Menschenkette mit Kerzen und dem „weltweit größten Flughafen-Demo-Chor“. Beginn vor Ort ist um 18 Uhr; Mühlheimer Teilnehmer treffen sich um 17 Uhr am Mühlheimer S-Bahnhof.

mcr

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