Corona und Kultur

Ab Oktober gilt im Schanz bei Veranstaltungen die 2G-Regel

Auch aus wirtschaftlichen Gründen: Ab Oktober gilt im Schanz bei Veranstaltungen die 2G-Regel. Das haben die Macher um Yannic Bill (rechts) so entschieden. Das gilt auch für die Konzerte von Ohrenschmaus (links, Matthias Spahn) im kommenden Monat.
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Auch aus wirtschaftlichen Gründen: Ab Oktober gilt im Schanz bei Veranstaltungen die 2G-Regel. Das haben die Macher um Yannic Bill (rechts) so entschieden. Das gilt auch für die Konzerte von Ohrenschmaus (links, Matthias Spahn) im kommenden Monat.

Der Kulturtempel Schanz in Mühlheim setzt fortan auf die 2G-Regel. Geschäftsführer Yannic Bill bedauert, damit auch Menschen „ausschließen zu müssen“.

Mühlheim – Seit Mitte September 2021 gewährt die hessische Landesregierung Veranstaltern und privaten Betreibern die Option auf die 2G-Regeln. Es liegt also im Ermessen von Klubbetreibern, nur Geimpfte und Genesene für Veranstaltungen einzulassen. Wird dieses Modell gewählt, gibt es keine wesentlichen coronabedingten Einschränkungen wie Abstandsregeln oder Maskenpflicht mehr.

Auch in Mühlheims Kulturtempel Schanz haben sich die Macher bei Veranstaltungen für die 2G-Regeln entschieden. Diese soll ab Freitag, 1. Oktober, gelten. „Wir möchten möglichst vielen Menschen Kultur nahebringen und die 2G Regel ermöglicht uns das“, erläutert Yannic Bill, einer der beiden Geschäftsführer der Schanz-betreibenden Main-Schwein-GmbH.

Corona: 2G-Regel nicht immer sozial gerecht - „Bei jeder Entscheidung gibt es Verlierer“

Das Schanz habe sich schon immer als kulturelle, vielfältige und weltoffene Institution gesehen. „Daher schmerzt es natürlich, Menschen bei Veranstaltungen ausschließen zu müssen“, betont Bill. Jedoch müsse man auch abwägen. Die Veranstaltungsbranche habe während der Pandemie „sehr stark gelitten, weswegen auch wir schauen müssen, wie es weiter geht“. Auch wenn 2G nicht immer sozial gerecht sei, sei es doch „das Beste, was wir im Moment anbieten können“. Dass die Entscheidung 3G oder 2G auf die Betreiber abgewälzt werde „macht es uns nicht gerade leichter, denn bei jeder Entscheidung gibt es Verlierer“.

Die Schanz-Macher hoffen daher auf Verständnis und Nachsicht für die Entscheidung, die „natürlich auch aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt“, sagt Bill. „Auch wenn wir nun 2G dürfen, tasten wir uns erst mal langsam ran und werden zu Anfang vielleicht nicht unsere komplette Kapazität ausnutzen.“ Das Schanz-Team macht deutlich: „Wir stehen klar für das Impfen. Deshalb haben wir auch bei der Kampagne #impfenschützt mitgemacht.“ Bill bittet alle Gäste, die noch keine Impfung haben, sich es noch einmal zu überlegen.

Corona-Regelungen im Schanz: Veranstaltungen nach 2G-Regel - An Kneipentagen gilt „3G“

Generell gelte „3G“ bei Kneipentagen im Schanz und die 2G-Regel bei Veranstaltungen: „Es wird Ausnahmen geben, bei denen 3G auch bei Veranstaltungen gilt, das wird kommuniziert“, sagt Bill.

Auch bei den geplanten Ohrenschmaus-Konzerten gibt es Neuigkeiten. „Nach dem langen Hin und Her bei den Nachholterminen für die Konzerte des Duos habe man sich zu einem klaren Schnitt entschieden. Alle Ticketinhaber, die nicht am Freitag, 24. September, zum einzigen Nachholtermin kommen, erhalten auf Anfrage ihr Geld zurück. Dazu ist es nötig, eine Mail mit Name, IBAN und Ticketnachweis (gescannte Tickets, Rechnung, etc.) an ohrenschmaus@schanz-online.de zu senden.

Am Samstag, 30. Oktober, wird das erste Konzert des Duos nach 2G-Regeln stattfinden. Tickets dafür gibt’s ab sofort online und im Schanz. Bill betont: „Alte Tickets haben keine Gültigkeit mehr und können bis Ende des Jahres über besagte Mailadresse zurückgegeben werden.“ (Ronny Paul)

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