„Das muss alles hier vorbei“

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Auf einer Länge von rund 150 Metern stand die Zufahrt zur Mühlheimer Mainfähre gestern Vormittag unter Wasser.

Mühlheim - Der Wasserwehrleiter machte gestern Vormittag einen entspannten Eindruck - trotz weiter steigender Mainpegelstände. Von Heiko Wiegand

„Die Deiche sind in einem hervorragenden Zustand“, fasste Heribert Hennig zusammen. Man brauche sich deshalb in der Mühlenstadt keine Sorgen zu machen. Zumal der Wasserstand der Rodau weiter nach unten gehe. „Über die Rodau müssen wir wieder nachdenken, wenn es im Kreis Offenbach stark zu regnen beginnt. Aber danach sieht es im Moment nicht aus. “.

Am Main werden die Pegel unterdessen weiter steigen. In Krotzenburg lag der gemessene Wasserstand gestern Nachmittag nach Angaben Hennigs bei rund 5,20 Metern. Ab 5,25 Meter gilt dort die so genannte „Hochwassermeldestufe 3“. Dies bedeutet im Behördendeutsch: „Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.“

Für die Einteilung von Deichwachen, die die Hochwasserschutzbauten laufend auf Dichtigkeit überprüfen, sah Hennig gestern Nachmittag freilich noch keinen Grund - eben mit Hinweis auf den guten Zustand der erst 2008 fertig gestellten Hochwasserschutzmauern und Deiche. „Ich rechne damit, dass wir im Laufe der Woche bei 5,50 bis sechs Metern sein werden. Damit würde das Wasser bis an der Dietesheimer Hochwasserschutzmauer stehen“, so der Leiter der Wasserwehr. Denn: Aus Trunstadt, Schweinfurt und Würzburg werden weiterhin hohe Pegelstände entlang des Mains gemeldet. „Zudem werden für Franken ergiebige Regenfälle gemeldet und die Kinzig bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Das muss alles hier vorbei.“

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