Demnächst für die Sicherheit im Einsatz

Mühlheimer Brandschützer lernen aktuell, mit der neuen Drehleiter umzugehen

Neues Fahrzeug: Die Drehleiter bietet den Mühlheimer Brandschützern viele Vorteile.
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Neues Fahrzeug: Die Drehleiter bietet den Brandschützern viele Vorteile.

Die Mühlheimer Brandschützer bekommen eine neue Drehleiter. Nach 28 Jahren im Dienst hat die alte Drehleiter nun ausgedient, fielen doch zuletzt immer mehr Reparaturen an.

Mühlheim – Das neue Fahrzeug, das bereits im Feuerwehhaus an der Anton-Dey-Straße parkt, ist aber nicht einfach so zu steuern, dafür braucht es eine Schulung. Dafür fuhren jüngst zehn aktive Mitglieder der Mühlheimer Wehr nach Karlsruhe und wurden von einem Trainer der Firma Metz-Rosenbauer in die Technik des imposanten Fahrzeuges eingewiesen. Dieses Wissen wird nun an der Anton-Dey-Straße an die Kameraden weitergegeben. Auch das Fahren im Stadtgebiet muss geübt werden, so ist die neue Drehleiter seit einigen Wochen immer wieder bei Ausbildungsfahrten auf den Straßen zu sehen.

Da es in Mühlheim aber keine Hochhäuser gibt, kommt die Feuerwehr an jedes Gebäude heran

Die „Neue“ nennt sich „DL(A)K 23/12“, Drehleiter mit Korb bei einer Nennrettungshöhe von 23 und einer Nennausladung von zwölf Metern. Der Aufbau kommt von Metz-Rosenbauer, das Fahrgestell ist ein Mercedes Atego. Die eigentliche Steighöhe der Leiter beträgt 30 Meter. Da es in Mühlheim aber keine Hochhäuser gibt – die Hochhausgrenze liegt bei 22 Metern – komme die Feuerwehr an jedes Gebäude heran, teilt die Stadt mit. Ausnahmen seien der Wasserturm (42 Meter) und der Kirchturm von St. Markus (49 Meter).

Der Erste Stadtrat und zuständige Dezernent Dr. Alexander Krey (CDU) hat sich bereits vor Ort informiert und bei der Ausbildung zugeschaut. Er betont: „Die gute und zeitgemäße Ausstattung unserer Feuerwehren ist ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzeptes für unsere Stadt.“ So sei die Anschaffung einer neuen Drehleiter dringend notwendig gewesen. Die neue Drehleiter besitzt etwa ein Gelenk, was das Einsatzspektrum noch besser abdecke. Der Korb könne nun direkt vor dem Fahrerhaus abgesetzt werden. Das werde „gerade in der Altstadt wesentlich helfen“. Ebenso ist die Zuladung, also die Summe des Gewichts das Besatzung, Nutzlast sowie Kraft- und Schmierstoffe ergeben nun fast verdoppelt. Die alte Drehleiter schaffte 270, die neue 500 Kilogramm. Auch Beleuchtung und Helligkeit am Korb und auf dem Podium sei kein Vergleich zur alten Drehleiter. Vier am Korb angebrachte Kameras ermöglichen dem Maschinisten ein besseres Manövrieren. Der Start in den Einsatzdienst ist für Ende September beziehungsweise Anfang Oktober geplant. So lange werde es noch dauern, bis alle Maschinisten am neuen Fahrzeug eingewiesen sind.

Mühlheimer Feuerwehren suchen Ehrenamtler

Die Ausschreibung war ein Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit. So haben sich neben Mühlheim noch Seligenstadt, Heusenstamm, Egelsbach und Mainhausen daran beteiligt und jeweils eine Drehleiter bestellt (wir berichteten). Eine Münchener Anwaltskanzlei hat die Ausschreibung für alle fünf Städte übernommen. Die Gesamtkosten für die Anschaffung der Mühlheimer Drehleiter belaufen sich laut Stadt auf 686 000 Euro. Dafür wurde ein Zuschuss des Landes Hessen beantragt.

Die Feuerwehren der Stadt suchen immer wieder neue Ehrenamtler. Wer Interesse hat, kann sich montagabends ab 19.30 Uhr in einem der Feuerwehrhäuser in Mühlheim, Dietesheim (Hanauer Straße 45) oder Lämmerspiel (Obertshäuser Straße 17) vorstellen und mit den jeweiligen Wehrführern ein Infogespräch führen. Für Mühlheim ist Michael Kawecki, für Dietesheim Stefan Lipke und für Lämmerspiel Sven Meder der Ansprechpartner. Erster Stadtrat Krey sagt abschließend: „Ich danke allen Kameraden der drei Stadtteilfeuerwehren für ihr großes ehrenamtliches Engagement und ihren Einsatz zum Wohle Mühlheims.“ (ron)

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