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Der Dietesheimer Sebastianbote gehört zu den wenigen werbefreien, regelmäßig erscheinenden Pfarrbriefen im Bistum Mainz, die 25 Jahre auf dem Buckel haben.

Mühlheim (beko) - Die Gemeindegrenzen werden verschoben, das Projekt „Gemeindeerneuerung“ startet, der Pfarrer ist seit einigen Monaten da und die Gemeindeassistentin hat neu angefangen: So etwa sah es vor 25 Jahren in St. Sebastian Dietesheim aus.

Ein Jahr zuvor, 1986, begann eine Gruppe mit ihrer konzeptionellen Arbeit und gestaltete unter dem Motto „Ein neuer Anfang…“ erstmals einen Pfarrbrief, der seitdem dreimal im Jahr erscheint. Den Sebastianboten. Am Donnerstag gab es im neuen Pfarrheim ein Treffen, an dem auch der damalige Pfarrer Helmut Rolke und weitere Mitglieder der ehemaligen Redaktion mit den derzeit aktiven Öffentlichkeitsarbeitern teilnahmen. Ostern soll es nach 25 Jahren Sebastianbote die 75. Ausgabe geben, die als Jubiläumsausgabe erstmals auf den Umschlagseiten vierfarbig erscheinen wird.

Vier verschiedene Technologien hat der Sebastianbote in dem Vierteljahrhundert überstanden, startete einst in den Kellerräumen der jetzigen Druckerei Klein-Müller schräg gegenüber der Pfarrkirche. Dort saß Engelbert Müller und erstellte im Bleisatz noch Wort für Wort der wöchentlichen Pfarrmitteilungen „Aktuell“ in den vier Mühlheimer Gemeinden. Der Sebastianbote war dann eine neue Herausforderung für ihn und mit viel Hilfe fasste er Fuß in der Dietesheimer Pfarrgemeinde. Im Advent, an Ostern und zur Kerb sollte der Pfarrbrief erscheinen. Weil sich Günter Constantin damals schon als Teamchef verstand, gemeinsam mit dem Gemeindereferenten Bernhard Koch die Organisation in die Hände nahm, und mit Alois Guthier, Markus Rieger, Ingeborg und Hans Herold sowie Pfarrer Helmut Rolke das Ruder übernahm, entstand ein Projekt, das nun bald 25 Jahre Bestand hat.

„Durchhalten hat sich gelohnt“

Auch wenn „aller Anfang schwer war“, zwei gerasterte Schwarz-Weiß-Fotos so teuer waren wie heute eine vierfarbige Umschlagseite und manch einer schon mal die Frage stellte, ob ein solcher Pfarrbrief wichtig sei: „Das Durchhalten hat sich gelohnt“, sind sich alle einig. Auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Udo Parakenings betont, wie wichtig der Sebastianbote ist, der immer in alle Haushalte verteilt wird. „Für mich war er mit seinen Beiträgen und Infos damals ein guter Einstieg, als ich nach Dietesheim zog“, sagt er und lobt mit Pfarrer Willi Gerd Kost das ehrenamtliche Engagement sowohl der Redaktion als auch der Gemeindemitglieder, die sich um den Vertrieb des Pfarrbriefes kümmern. Die ersten 20 Jahre zeichnete dafür Albert Rieger mit einem großen Team verantwortlich.

Um die Technik und den Druck kümmern sich seit vielen Jahren Joachim und Thomas Müller, Inge Herold legt bei der Illustration nach und Oliver Schmitt übernahm irgendwann die Aufgabe, alle gesammelten Elemente für den Pfarrbrief am PC aufzubereiten. Heute gehen die meist 24 Seiten im pdf-Format fix und fertig an die Druckerei. So wird es auch am 6. März sein, wenn bis dahin alle Inhalte mit dem Schwerpunkt-Thema und die Infos aus den verschiedenen Gremien stehen. Leser sollen noch interviewt werden, Erinnerungen an wichtige Stationen im Gemeindeleben werden aus den bisherigen 74 Ausgaben zusammengetragen und die Redaktionsmitglieder der ersten Stunde werden ihre Beiträge leisten für die Jubiläumsausgabe.

Vielleicht kann dann auch ein Grußwort des Mainzer Bischofs veröffentlicht werden. Denn der Sebastianbote gehört zu den wenigen werbefreien, regelmäßig im Jahr erscheinenden Pfarrbriefen im Bistum Mainz, die schon 25 Jahre auf dem Buckel haben. Und die Verantwortlichen der Gemeinde wünschen sich natürlich weiterhin einen vitalen und engagierten Teamchef Günter Constantin, der nach wie vor Freude an seiner Arbeit hat. Das zeigte er eindeutig zum Ende des Redaktionstreffens: „Noch acht Jahre, dann hätten wir die 100. Ausgabe.“

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