Entspannte Gesichter

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Stadtbrandinspektor Heribert Hennig (l.) und Erster Stadtrat Heinz Hölzel mit der Metallplatte vor dem Schlussstein im Foyer der Feuerwache.

Mühlheim ‐ An den Füßen der Bürostühle kleben noch die Preisetiketten. Gleich nebenan wartet allerlei Computerzubehör im Verpackungsplastik darauf, angeschlossen zu werden. Alles riecht neu in den Büros der eben fertig gestellten Feuerwache an der Anton-Dey-Straße. Von Heiko Wiegand

Alles wirkt sachlich und durchdacht und ordentlich rechtwinklig hingestellt. Ein Zweckbau ohne Schnörkel - hier müssen Abläufe reibungslos funktionieren. Die Architektur ordnet sich diesen Bedürfnissen bedingungslos unter. Das langgezogene Gebäude wird Ende des Monats offiziell eingeweiht. „Draußen, neben der Eingangstür, werden demnächst noch Fahrradständer montiert und einige Geräte müssen angeschlossen werden. Ansonsten sind wir durch.“ Stadtbrandinspektor Heribert Hennig macht einen entspannten Eindruck an diesem Morgen beim Rundgang durch die Räume.

„Am Montag, 28. Februar, gehen im alten Feuerwehrhaus die Lichter aus. Dann fahren wir im Konvoi mit allen Autos und mit Blaulicht durch die Stadt zum Rathaus und laufen dann das letzte Stück mit einem Spielmannszug gemeinsam zur neuen Wache“, erläutert Hennig. Wenn dann alle Autos angekommen seien, befinde sich das Gebäude gewissermaßen offiziell in Betrieb.

„Der Bau ist im Zeitplan“

Hennig und der für die Feuerwehr zuständige Erste Stadtrat Heinz Hölzel stehen im Foyer des Verwaltungsteils, ganz am Ende der neuen Wache, wenn man vom Rathaus kommt. Nein, einen Grundstein habe man nicht eingebaut im vergangenen Jahr, als es mit den Arbeiten losgegangen ist. „Dafür gibt es jetzt einen Schlussstein. Und darin findet sich neben einigen Urkunden auch eine Offenbach-Post vom Tag der Einweihung“, so Hölzel. Die beiden Männer halten die schwere Metallplatte in Händen, die demnächst vor den Schlussstein gedübelt wird.

Auch Hölzel macht einen entspannten Eindruck: „Der Bau ist im Zeitplan, die Kosten voll im Rahmen“, freut sich der Kämmerer. Zwar sei der Anschluss an den Kanal deutlich teurer geworden als geplant, „aber dafür haben wir für den Rohbau auch 200.000 Euro weniger ausgegeben“, ergänzt Hölzel. Bei knapp sechs Millionen Euro werde man am Ende landen, wie geplant. Der Löwenanteil stammt aus Konjunkturpaketmitteln.

Feuerwache ist nicht überdimensioniert

Und, nein, auch wenn der Bau von außen sehr groß wirke, so sei er keinesfalls überdimensioniert, wie in der Mühlenstadt immer wieder vermutet werde, entgegnet Hennig Kritikern. Der stellvertretende Landesbranddirektor sei neulich durch die neue Feuerwache gegangen. Habe das alles sehr durchdacht und funktionell gefunden und keineswegs etwas zu beanstanden gehabt.

„Im übrigen sind alle Fahrzeugboxen mit unseren Autos belegt und an der Seite nur noch ein Platz für einen Rollcontainer unter dem Schleppdach frei“, erklärt Mühlheims oberster Feuerwehrmann. Lediglich bei den Spinden gebe es noch freie Plätze - „insgesamt 16. Natürlich würden wir uns über Nachwuchs freuen.“ Der stellt sich bei diesen Arbeitsbedingungen in nächster Zeit sicher von selbst ein.

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