Erfahrung aus dem vergangenen Jahr

Am Friedrich-Ebert-Gymnasium starten heute die schriftlichen Abiturprüfungen

Mit Abstand die Besten: Der Abi-Jahrgang 2021 am Friedrich-Ebert-Gymnasium startet heute mit den Prüfungen.
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Mit Abstand die Besten: Der Abi-Jahrgang 2021 am Friedrich-Ebert-Gymnasium startet heute mit den Prüfungen.

Bereits zum zweiten Mal finden die Abiturprüfungen unter außergewöhnlichen Umständen statt. Doch während in Hessen gestern die ersten schriftlichen Prüfungen in Chemie über die Bühne gegangen sind, startet am Friedrich-Ebert-Gymnasium (FEG) erst heute die heiße Phase. Das hat einen einfachen Grund: Am FEG hat in diesem Jahr niemand das Fach Chemie für eine schriftliche Prüfung gewählt, erläutert Schulleiter Stefan Sturm.

Mühlheim – Bei den schriftlichen Abiturprüfungen, die landesweit zentral festgelegt sind, ist das FEG an acht Prüfungstagen mit neun Fächern beteiligt. „Die meisten Prüfungen werden wir – wie in jedem Jahr – in den Fächern Mathematik, Englisch und Biologie haben“, informiert der Schulleiter weiter. „Insgesamt haben wir 55 Prüflinge aus unserer Schule sowie einen weiteren Prüfling aus einer anderen Schule zu versorgen.“

Von dem Vorstoß der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, (GEW) angesichts der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen gegebenenfalls abzusagen und nur die Leistung im Unterricht zu bewerten, halte er gar nichts und ist der Ansicht, die auch die GEW Hessen vertritt: „Gerade für die jetzigen Prüflinge hat fast durchgehend Präsenzunterricht stattgefunden und sie sind sehr gut vorbereitet und auf die Prüfungen fokussiert.“ Zudem habe das Kultusministerium sowohl bei den geänderten Auswahlmodalitäten als auch bei den verlängerten Arbeitszeiten auf die besondere Situation Rücksicht genommen.

Für die Prüfungen sieht Sturm das FEG gut gewappnet: „Wir haben die größten verfügbaren Räume als Prüfungsräume vorgesehen, sodass die vorgeschriebenen Abstände problemlos eingehalten werden können.“ Es werde regelmäßig gelüftet und die Prüflinge tragen medizinische Masken. Essenspausen müssten in einem gesonderten Raum stattfinden, am Arbeitsplatz sei Essen nicht erlaubt. Zudem können die Schüler vor den Prüfungen in der Schule unter Aufsicht einen Antigen-Schnelltest machen. Fällt dieser negativ aus, können die Prüflinge sich vom Tragen der Schutzmasken während der Arbeitszeit befreien lassen. Bei einem positiven Testergebnis dürften sie nicht an der Prüfung teilnehmen und müssten den Nachtermin in Anspruch nehmen, informiert Sturm.

Überhaupt rechne er „eigentlich nicht mit besonderen Zwischenfällen bei den Abiturprüfungen“. Natürlich könne immer mal eine Panne passieren, zum Beispiel beim Kopieren von Aufgabenvorschlägen oder beim Bereitstellen der zugelassenen Hilfsmittel. Aber die Situation bei den schriftlichen Abiturprüfungen unterscheide sich in dieser Hinsicht in diesem Jahr überhaupt nicht von der in anderen Jahren. Was coronaspezifische Maßnahmen angehe, „profitieren wir außerdem ein bisschen von unseren Erfahrungen aus dem Jahr 2020, als die Prüfungen sogar während des kompletten Lockdowns stattfanden“, sagt Sturm.

(Von Ronny Paul)

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