Viel für die Ökumene getan

+
Beim jüngsten, von Karl-Heinz Stier (2. von links) moderierten ErzählCafé des Geschichtsvereins, plauderten die Pfarrer Hans Rumpeltes (links) und Helmut Rolke über vergangene Zeiten.

Mühlheim - Der 28. April wird für Hans Rumpeltes zu einem besonderen Tag. An diesem Sonntag findet in der Gustav-Adolf-Kirche in der Untermainstraße in Dietesheim ein Festgottesdienst anlässlich der Verabschiedung des langjährigen Pfarrers der Evangelischen Friedensgemeinde statt. Von Karl-Heinz Otterbein

Beim jüngsten ErzählCafé des Geschichtsvereins Mühlheim nutzten mehr als 70 Besucher die Gelegenheit, schon vorher mehr aus dem Leben des Seelsorger zu erfahren, der fast 34 Jahre in Mühlheim und Dietesheim wirkte.

„Hans Rumpeltes war ein Glücksfall für die Friedensgemeinde aber auch für die politische Gemeinde in Mühlheim“, würdigte Geschichtsvereinsvorsitzender Karl-Heinz Stier, der die Veranstaltung im Saal des Gemeindehauses der Friedensgemeinde in der Untermainstraße moderierte. „Er war eingebunden in das gesellschaftliche Leben der Stadt und Mitgestalter vieler Ereignisse.“

Gemeinsamen Gottesdienste der Kirchengemeinden

Zum ErzählCafé hatte der Geschichtsverein auch Helmut Rolke eingeladen, der von 1985 bis 2003 als Pfarrer in der katholischen Pfarrgemeinde St. Sebastian in Dietesheim wirkte und so viele Jahre quasi ein Weggefährte von Hans Rumpeltes war und mit ihm zusammen viel für die Ökumene in Dietesheim tat. So erinnerte Rolke an die gemeinsamen Gottesdienste der beiden Kirchengemeinden am Sonntag vor der Dietesheimer Kerb am Gemeinde haus, am Pfingstmontag an der Wendelinuskapelle und am letzten Freitag im Advent sowie an gemeinsam vorgenommene Trauungen und Taufen und gemeinsam veranstaltete Bibelwochen und Bibelgespräche.

Zudem wies Rolke auf die identischen Initialen H und R sowie gemeinsame Interessen hin - beide Seelsorger sind beispielsweise begeisterte Fußballfans.

Abschied von der Friedensgemeinde

Im Mittelpunkt des Abends stand indes Hans Rumpeltes, der nach seinem Abschied von der Friedensgemeinde zusammen mit seiner Frau auch Dietesheim verlassen und nach Frankfurt ziehen wird.

Rumpeltes gab einige Anekdoten aus seiner Kindheit und Jugend zum Besten und verriet unter anderem, dass seine Mutter ihn zunächst für zu klein fürs Gymnasium hielt, so dass er erst seinen Realschulabschluss machte und erst später sein Abitur baute. Auch dass er in den 60er Jahren politisch aktiv war und gegen die Notstandsgesetze kämpfte, erzählte Rumpeltes, ebenso berichtete er aus seiner Studienzeit und von seinen zahlreichen Touren mit dem Wohnmobil durch Europa.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare