Einweihung: Neues Haus für Feuerwehr

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Das Verlöten der Kapsel für den Schlussstein.

Mühlheim (peba) ‐ Rund 350 Gäste waren Zeugen, als eine kupferne Röhre in eine Auslassung in einer Wand im Foyer gemauert wurde. Mit diesem Schlussstein, über dem nun eine Tafel mit den wichtigen Daten hängt, war das neue Feuerwehrhaus in der Anton-Dey-Straße 58 eigentlich erst wirklich vollendet.

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe wurde das Gebäude nun feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Der Schlüssel war aus Teig und zum Schließen gänzlich ungeeignet, eher zum Verzehr. Doch bevor dies möglich war, wurde der gebackene Schlüssel erst einmal von Architekt Heinrich Bös über Bürgermeister Bernd Müller und Stadtbrandinspektor Heribert Hennig endlich zu Wehrführer Harald Prilop weiter gereicht, der ihn schließlich freudig den Gästen präsentierte.

Bilder der Einweihung

Feuerwehr weiht Bau ein

Zuvor jedoch hatte man eine Urkunde, eine aktuelle Ausgabe der Offenbach-Post sowie weitere Unterlagen über die Mühlheimer Wehr in das Kupferrohr gelegt und dieses verlötet. Hennig und Andreas Neun, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, mauerten die Kapsel mit dem Schlussstein. „Mit der Übergabe des neuen Feuerwehrhauses beginnt für die Mühlheimer Feuerwehr eine neue Ära,“ beschrieb Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weyer die Bedeutung dieses Tages für die Brandschützer der Mühlenstadt. „Gibt es etwas Schöneres für einen scheidenden Bürgermeister, als zum Schluss seiner Amtszeit eine Feuerwehrhaus einzuweihen?“ „Nein“, beantwortete Bernd Müller seine rhetorische Frage selbst. Das Projekt einer neuen Feuerwache habe seine gesamte zwölfjährige Amtszeit begleitet, erinnerte Müller.

„Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren ist mit großen Entbehrungen für Familie und Freizeit verbunden,“ brachte Landrat Oliver Quilling seinen Respekt vor der Arbeit der Brandschützer zum Ausdruck. Der mit der Bauausführung beauftragte Architekt Heinrich Bös präsentierte die wichtigsten Baudaten: „Das Gelände hat eine Grundfläche von 7 200 Quadratmetern, wovon knapp 3 000 Quadratmeter überbaut sind. Wahrzeichen ist der 23 Meter hohe Schlauchturm.“ Nicht ohne Stolz verkündete Bös, dass der Kostenrahmen um rund 150 000 Euro unterschritten werde. Wehrführer Harald Prilop kündigte für den 4. September einen Tag der offenen Tür an.

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