„Zusage der Stadt Maintal steht noch aus“ 

Mainfähre: Kritik von BI-Sprecherin an Maintaler Politik

Mühlheim – In ihrem jüngsten Schreiben zum Thema Fähre betonen Landrat Oliver Quilling und Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, dass die Anrainer-Kommunen mehr Verantwortung übernehmen müssten.

Zur Verbindung heißt es auch: „Eine Zusage der Stadt Maintal steht noch aus.“ Und das keinesfalls zur Freude von Waltraud Kaiser, einer Sprecherin der Bürgerinitiative. Sie formuliert: „Die Fähre ist repariert und technisch abgenommen, ein Betreiber ist gefunden, der Vertrag mit ihm ist endverhandelt und die Stadtwerke Mühlheim sind bereit, loszulegen; aber unsere geliebte Fähre fährt immer noch nicht. Dabei war ein Start für Januar 2019 zugesagt.“

Der Ball liege ganz klar im Maintaler Spielfeld, der Magistrat habe unlängst zugegeben, dass er seit Oktober des vergangenen Jahres nichts getan habe, um in der Sache voran zu kommen. „Dabei kann er sich auf die Blockadehaltung der Fraktionen von SPD, CDU und FDP verlassen. Es ist zum Haare raufen!“ Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises immerhin hat unterdessen beschlossen, den Maintaler Anteil am Betriebsmittelzuschuss für die Fährverbindung zwischen Maintal und Mühlheim in Höhe von bis zu 50.000 Euro im Rahmen einer Anschubfinanzierung zu schultern

Damit, dass Maintals Erster Stadtrat zur Parlamentssitzung Ende März eine Vorlage einbringen will, schinde man Zeit. „Zusätzlich zum Hinauszögern kommt auch noch eine unerträgliche Geheimniskrämerei. Während Politiker gerne mit Bürgernähe hausieren gehen und angeblich auch in Maintal vorgeben, sich für eine Wiederaufnahme des Fährbetriebs einzusetzen, sieht das in konkreten Fällen sehr oft anders aus.“ Bis Ende Februar könnte die Fähre den Betrieb wieder aufnehmen, betont Kaiser. „Nur durch Untätigkeit ist es eine Frage der Zeit, wenn überhaupt.“ (wac/cm)

Nichts geht mehr: Mainfähre außer Betrieb

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