Im fahrenden Klassenzimmer

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Da ging´s heiß her: Unter Aufsicht und mit Unterstützung von Stadtbrandinspektor Heribert Hennig löschten die Viertklässler der Rote-Warte-Schule ein Feuer und übten den Umgang mit dem Feuerlöscher.

Mühlheim - Schön und gut, mit dem Bus in die Schule zu fahren, das müssen Kinder eben so machen. Aber was ist, wenn der Bus zur Schule wird? Dann ist das nicht nur lehrreich, sondern manchmal wird´s auch heiß und spannend. Von Christian Spahn

Um diese Erfahrung sind seit Dienstag die Viertklässler der Rote-Warte-Schule reicher. Der Arbeitskreis Sicherheit und Sauberkeit des Mühlheimer Präventionsrates stattete den Grundschülern mit seiner Aktion „Linienbus wird zum Klassezimmer“ einen Besuch ab.

Zwar spielen in den Köpfen vieler Viertklässler wohl erstmal die Sommerferien die Hauptrolle. Doch danach beginnt ein neuer Abschnitt, der Besuch einer weiterführenden Schule. Diese neue Abzweigung auf dem noch kurzen Lebensweg ist oft mit einem verlängerten Schulweg verbunden, der meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt wird. Damit sind bei den Kindern oft Unsicherheiten und Ängste verbunden, vor allem aber Gefahren.

Richtiges Verhalten am und im Bus

Diese Ängste will der Arbeitskreis den Kindern nehmen, gefährlichen Situationen vorbeugen und so den Einstieg in den neuen Lebensabschnitt erleichtern. Deshalb arbeitet Leiter und Stadtrat Dieter Dickmann bei den Projekttagen mit Polizei und Feuerwehr zusammen. Das Team zeigt dem Nachwuchs, wie man sich am und im Bus richtig verhält, was erlaubt ist und was nicht. Im Bus erfahren die Kinder, welche Bedeutung die Knöpfe und Gefahrenzeichen haben. Auch das richtige Verhalten anderen Fahrgästen gegenüber steht auf dem Stundenplan.

Nach einer Tour durch die Mühlenstadt machte das fahrende Klassenzimmer auch am neuen Feuerwehrhaus in der Anton-Dey-Straße Station. Stadtbrandinspektor Heribert Hennig gab Tipps zum Verhalten im Brandfall und erklärte die Brandschutzvorrichtungen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Natürlich gab es im Neubau der Wehr für die Kinder auch einiges zu sehen: Die Schlauchwaschanlage mit Aufzug zum Trockenturm, die Funkzentrale und die Drehleiter begeisterten die Schüler.

Brennendes Fett nicht mit Wasser löschen

Aufregend ging es danach zu, als die Feuerwehrleute zeigten, was Wasser in brennendem Fett anrichtet. Der Höhepunkt: Die Kinder durften selbst ein Feuer löschen, natürlich unter Aufsicht von Brandchef Hennig.

Dieter Dickmann zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung. Und kündigte weitere Besuche des fahrenden Klassenzimmers in der Markwaldschule (17. Mai) und der Goetheschule (19. Mai) an.

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