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Farbenfrohes Spektakel

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Projektionen auf Basalt: Mittels Mobiltelefon können Zuschauer Art und Form der Lichtspiele bestimmen.
Projektionen auf Basalt: Mittels Mobiltelefon können Zuschauer Art und Form der Lichtspiele bestimmen. © m

So haben selbst eingefleischte Basaltköpp ihre Steinbrüche noch nicht gesehen. Mit unterschiedlichen Farben und Formen entstanden immer wieder neue Bilder auf der Felswand zwischen der Canyon-Brücke und den Treppen hinab zum Vogelsberger See. Der Strand dort bot eine gute Aussicht auf die Lichtkunstprojektionen unter dem Titel Flashlines, das die Zuschauer vom Aussichtspunkt via Handy auch aktiv mitgestalten konnten.

Mühlheim – Verantwortlich für das farbenfrohe Spiel auf der fast 100 Meter großen Projektionsfläche aus Basalt ist das Künstlerpaar Daniela und Pascal Kulcsar, das schon anlässlich des 75 Jahre Jubiläums des Landes Hessen 29 historische Gebäude und Wahrzeichen mit ihrem digitalen Projekt Flashlines illuminiert hat.

Interessierte kommen bis aus Frankfurt und Rodgau

Reger Verkehr auf fast allen Wegen im Naherholungsgebiet. Pärchen spazieren Arm in Arm durch die Dunkelheit, ganze Familien sind mit Hunden im Wald unterwegs, erkennbar an umherirrenden Lichtpunkten. Die Gruppen orientieren sich mithilfe von Handys, erfahrene Nachtwanderer haben kleine, aber starke Taschenlampen dabei. Andere nutzen die Scheinwerfer ihrer Fahrräder, aber nur Ortskundige bewegen sich zielsicher auf der Route zur Halbinsel.

Interessierte kommen bis aus Frankfurt und Rodgau sprechen andere Suchende an. Die zuverlässigsten Auskünfte können Rückkehrer geben, sie weisen den Weg ans Ufer. Oder auf die Landzunge, die in den See hineinragt und auf der die Akteure ihre Geräte aufgestellt haben.

Besucher steuern Projektionen

Flashlines fordert die Besucher auf, eine Internetseite auf dem Mobiltelefon oder Tablet über einen QR-Code zu öffnen. Über diesen lassen sich die Apparate steuern, die immer neue Kombinationen aus geometrischen Licht-Figuren auf den Felsen abbilden. Die Kunstwerke beginnen meistens mit bunten Dreiecken, die auch schräg oder auf dem Kopf stehen können. Dann werden immer mehr schmale Streifen auf die Projektionsfläche aus Stein und Buschwerk gelenkt. Schließlich erstrahlen einzelne Felsen in lila, petrol oder giftgrün.

Mancher Gast bevorzugt, die gegenüberliegende Wand per Handy in ein tiefes Violett zu tauchen, mit oder ohne ein fettes Gittermuster. Mehrere Hundert Zuschauer verfolgen das Spektakel auf der Anhöhe oder direkt am Wasser, selbst die jüngsten Zuschauer starren stumm auf die rasche Verwandlung der Landschaft und lassen sich kaum für den Heimweg gewinnen. (m)

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