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Feuerwerk an der Orgel

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Virtuose an der Orgel: Bei Christoph Brückner verschwimmen die Grenzen zwischen Klassik und Moderne.
Virtuose an der Orgel: Bei Christoph Brückner verschwimmen die Grenzen zwischen Klassik und Moderne. © m

Eigentlich war ja Feuerwerk an belebten Plätzen verboten. Das kümmert einen Christoph Brückner freilich wenig. Der unterfränkische Lockenkopf zündet zum Jahreswechsel rauschende Raketen und ein sprühendes Spektakel an den Orgelpfeifen der Friedenskirche. Sein Name lockt rund 30 Fans und Neugierige unters größte Instrument seiner Art im evangelischen Dekanat.

Mühlheim – Sein Rezept wirkt so simpel wie überraschend: Er beginnt mit Werken von Praetorius, Bach, Purcell und Händel, ergänzt sie um eigene Interpretationen der Motive. Ab einem bestimmten Moment erkennen Kundige, wie sich spielerisch aus zarten, barocken Klängen kernige Rhythmen von Freddie Mercurys Band Queen entwickeln. Oder Ella Endlichs schmachtender Titelsong „Küss mich“ aus dem Aschenbrödel-Film.

„Das Gute an der Orgel ist, sie hat mehr Luft als ich“, lautete eine seiner kurzen und spritzigen Moderationen seines „Feuerwerks“.

Die erwarteten Black Gospel Angels, informiert Pfarrer Ralf Grombacher, haben ihre Tournee abgesagt. (m)

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