Fluglärm: Nochmal alle Protestlieder

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Mühlheim/Frankfurt - Der Widerstand gegen die Folgen des Frankfurter Flughafenausbaus hat dem guten alten Protestlied zu einer regionalen Renaissance verholfen.

Auch wenn die Stücke heute niemand mehr auf Vinyl verewigt, sondern die Internetplattformen der gut vernetzten Fluglärm-Initiativen mit Handyvideos von den Auftritten schlafloser Barden bei den Montagsdemos am Flughafen füttert. In konzentrierter Form werden die meisten Lieder, die bei den bisher 66 Protestaktionen gespielt - oder von der Geräuschkulisse verschluckt - wurden, bei der letzten Demo vor der Sommerpause am 1. Juli, 18 Uhr, nochmal zu hören sein. Überschrift: „Konzertdemo - Die größten Hits“.

Mit dabei sein wird die Initiative „Mühlheim gegen Fluglärm“, die vor wenigen Monaten erstmals die Regie eines Abends am Flughafen übernommen und ihn mit passend getexteten Stücken des heimischen Barden Rudi Eitel ergänzt hatte. Eitel und seine Gitarre reisen also mit in der S-Bahn, mit der die Mühlheimer Demonstranten gen Frankfurt rauschen. Treffpunkt ist der Mühlheimer Bahnhof um 17 Uhr. Die Fahrtkosten bei einem Fünfer-Ticket betragen drei Euro pro Person.

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Während der Sommerferien gibt es am Flughafen montags um 18 Uhr unter dem Motto „Talk im Terminal“ die altbekannten Mahnwachen mit Gästen aus Politik und Gesellschaft. Am 19. August soll dann die 68. Montagsdemo die Vorwahlkampfzeit eröffnen.

mcr

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