Freie Fahrt nur für Bagger

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Auch das katholische Gemeindezentrum St. Maximilian Kolbe ist derzeit nur zu Fuß und per Rad zu erreichen.

Mühlheim - Immerhin: Das größte Ärgernis für Autofahrer ist seit Anfang der Woche beseitigt, Pendler und andere, die einmal quer durch die Stadt Richtung Dietesheim und Hanau wollen, haben wieder freie Fahrt auf der südlichen Bundesstraße 43. Von Michael Prochnow

Anwohner der „heimlichen Umleitungsstrecken“ können durchatmen. Betroffen waren Verbindungen wie Rodau-, Mozart- und Dammstraße, deren Anlieger neben Lastern und Bussen viele zusätzliche Fahrzeuge und Gefahren verkraften mussten.

An ein allseits ungehindertes Durchkommen ist aber auch weiterhin nicht zu denken. Noch immer prägen eine Reihe kleinerer und umfangreicherer Arbeiten auf und unter den Fahrbahnen das Stadtbild. Die stärksten Auswirkungen hat neben der Erneuerung der Dieselstraße die Sperrung des Müllerwegs.

Sie verwehrt seit dem 9. Mai Bürgern und Besuchern, die ein Kfz führen, den Zugang zum und die Ausfahrt vom Stadtteil Markwald über den Abzweig an der nördliche Lämmerspieler Straße.

Das Projekt zwischen der Rodau und der Einmündung Ulmenstraße sollte ursprünglich Mitte Juni abgeschlossen sein. Jetzt wird mit Ende Juli gerechnet, teilte Jens Wißmann mit, Geschäftsführer des Abwasserverbands Untere Rodau. Voraussichtlich bis Ende Oktober werden die Sanierungsarbeiten bis zur Ulmen-, danach bis Mitte April 2012 bis zur Einmündung des Buchenwegs fortgeführt.

Anlass sei die notwendige Erneuerung des so genannten Gruppensammler, erläuterte Wißmann. Dazu müsse aktuell im Abschnitt am Gemeindezentrum St. Maximilian Kolbe der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Mobile Pumpen führen das Nass aus der Tiefe über einen Sandfang in die Rodau. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro.

Eine Folge: Die Buslinie 120 bedient Markwald derzeit nicht, Ersatzhaltestellen befinden sich an der Lämmerspieler Straße, informierte der Magistrat. Nur der Schülerbus hält in der Blumenstraße Ecke Müllerweg.

Wie die meisten Anrainer hat sich auch Pfarrer Johannes Schmidt-Helfferich mit dem Trubel vor der Kirche arrangiert. „Das ist eben so - wo Menschen leben, da werden auch Arbeiten fällig.“ Er lacht und fügt hinzu: „Wer in die Kirche gehen will, der lässt sich von der Baustelle nicht abhalten.“

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