Damit künftig zehn Uniformierte präventive Arbeit leisten

Freiwilliger Polizeidienst sucht Verstärkung

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Freiwillige Polizeihelfer, hier gemeinsam mit Mühlheims Polizeichef Jürgen Hampel, bei einer Präventionsaktion vorm Lidl.

Mühlheim - Die Stadt stockt ihren Freiwilligen Polizeidienst wieder auf. Von Marcus Reinsch 

Wer die Mühlheimer Polizeistation bei ihrer mit der Verbrecherjagd keinesfalls erschöpften Mission künftig unterstützen will, kann sich bis Ende August um eins der – nicht ganz unbezahlten – Ehrenämter bewerben.
Manch andere Stadt hatte den Freiwilligen Polizeidienst eingeführt und bald wieder in Frage gestellt, weil sie sich die Akteure und vor allem ihre Einsetzbarkeit anders vorgestellt hatte. Heusenstamm zum Beispiel. In Mühlheim aber funktioniert die Truppe. Sie gilt „seit vielen Jahren als bewährtes Konzept“, wie die Stadt zusammen mit der Botschaft betont, dass nun wieder zwei Helfer gesucht werden. Damit wird sich die Truppe auf zehn erhöhen – die Sollstärke, die die Stadtverwaltung mit Offenbachs federführendem Südosthessen-Polizeipräsidium ausgemacht hat.

Freiwillige Polizeihelfer sind keine Polizisten. Streng genommen dürfen sie nicht viel mehr als Otto Normalbürger. Aber sie bekommen Uniform, Ausrüstung, Aufwandsentschädigung und eine fundierte Ausbildung in rechtlichen wie in handfesten Dingen, bevor sie – grundsätzlich in Zweierteams – zum ersten Mal auf die Straße gehen. Im Wesentlichen sollen sie die staatlichen Ordnungshüter der Mühlheimer Polizeistation entlasten, bei der auch ihre Dienstpläne erstellt werden. Sie sind bei Vereinsfesten, Fastnachtsumzügen, der Überwachung des Straßenverkehrs und anderen Veranstaltungen, zeigen Präsenz, verbreiten so ein subjektives Sicherheitsgefühl. Und in Mühlheim sind sie auch dabei, wenn etwa in den Dietesheimer Steinbrüchen eine konzertierte Aufklärungsaktion über mit dem Naturschutz einhergehende Bade- und andere Verbote läuft oder Supermarktkunden vor Dieben gewarnt werden sollen. Kurz: Sie wirken präventiv und gehören längst zum Stadtbild, und Bürgermeister Daniel Tybussek nennt sie „eine wichtige Institution“.

Bilder: 25 Jahre Steinbruchfestival

Allein: Sie sind nicht komplett, denn auch dieses Ehrenamt ist der Fluktuation unterworfen. Also wirbt die Stadt momentan dafür, sich zu bewerben, „sich verantwortlich zu zeigen für ihre Mitbürger sowie für ihre Stadt“. Bewerbungen können Interessenten bis Ende August direkt an die Polizeistation Mühlheim im Rathaus-Komplex (Friedensstraße 20) schicken. Dort gibt es auch ausführliche Informationen über das Ausbildungsverfahren. Kontakt: 06108/6000-20 oder im Polizeipräsidium, 069/8098-1223 (Kempf).

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