Ruhestand von Elisabeth Varennes

Das letzte Klingeln

Mit dem Ruhestand der stellvertretenden Schulleiterin Elisabeth Varennes verliert das Friedrich-Ebert-Gymnasium einen echten Schatz - meinen nicht nur Lehrer. Elisabeth Varennes mit Stefan Sturm bei ihrer Verabschiedung.

Mühlheim - Mit dem Ruhestand der stellvertretenden Schulleiterin Elisabeth Varennes verliert das Friedrich-Ebert-Gymnasium einen echten Schatz - meinen nicht nur Lehrer.

Dass eine Lehrerin vieles richtig gemacht hat in ihrem Berufsleben, merkt man spätestens daran, dass bei ihrer Verabschiedung nicht alleine zurückbleibende Pädagogen ehrlich bedröppelt schauen. In diesem Sinne hat Mühlheims Friedrich-Ebert-Gymnasium einen echten Schatz verloren: Elisabeth Varennes, die stellvertretende Schulleiterin, hat sich in den Ruhestand verabschiedet. Nach 37 Jahren am FEG.

Dass Varennes „allseits beliebt und geschätzt“ war, wie es in der kleinen Feier der Gesamtkonferenz und damit der ganzen Schulgemeinde hieß, ist keine freundliche Floskel. Die Frau war am FEG eine unerschütterliche Konstante, die personellen Variablem Sicherheit gab. Sie fing im November 1977 an, war Kollegin für viele, engste Mitarbeiterin der Schulleiter Jeck, Hegener und Sturm und seit 2000 stellvertretende Schulleiterin. Sie unterrichtete Generationen von Schülern - was dazu führte, dass gerade in den letzten Jahren oft auch ehemalige Schüler als Eltern in ihre Sprechstunden kamen.

Unaufdringliche Freundlichkeit

Stefan Sturm, der amtierende Schulleiter, zitierte in seiner Laudatio seinen Vor-Vorgänger Josef Richard Jeck: „Ihre wissenschaftliche und pädagogische Qualifikation, ihr Engagement und die Unabhängigkeit ihres Urteils, nicht zuletzt auch ihre unaufdringliche Freundlichkeit, haben Frau Varennes sowohl vor Schülern und Eltern wie auch unter ihren Kollegen von Anfang an eine angesehene, nie in Frage gestellte Position verschafft.“ Und auch die Worte des direkten Sturm-Vorgängers Jürgen Hegener, selbst eine Institution, fanden nochmal Gewicht: Dass die Wahl damals auf Elisabeth Varennes als stellvertretende Schulleiterin fiel, sei eine glückliche Entscheidung gewesen. Sturm konnte dies nur bestätigen.

Unter dem Motto „Blick nach vorne“ malte er aus, wie die zukünftige Kommunikation zwischen Schule, ehemaligen Kollegen und Varennes aussehen werde. Er könne sich nun wirklich nicht vorstellen, dass die Dame das alte Berufsleben so abrupt zurücklassen wird und zeigte viele künftige Anknüpfungspunkte auf.

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Der Personalrat brachte in Personen von Sabine Jung, Sabine Vehlhaber und Joachim Haberer Varennes‘ umsichtiges Management zur Sprache. Das Trio bedankte sich im Namen des Kollegiums ausdrücklich für „organisatorische Problemlösungskompetenz und menschliche Fürsorge“ und spendierte einen humorvollen Übergangsstundenplan. Der soll helfen, „einem Pensionsschock vorzubeugen und Entzugserscheinungen vermeiden“. Auch Eltern betonten die besonnene Art, mit der Elisabeth Varennes „Diskussionen mit Elternvertretern besänftigte und einen anderen Blickwinkel ermöglichte“. Den Reigen der Gratulanten beschloss Margit Früchtl-Staab vom Förderverein. Von den Schülervertretern Gabriel Häusler und Dörte Jahn verabschiedete sich Varennes mit einer herzlichen Umarmung.

Dem Pensionsschock will sie mit Sport vorbeugen. Der sei in den letzten 37 Jahren viel zu kurz gekommen. Im Rückblick betonte sie, dass sie mit Freude Französisch und Englisch unterrichtet habe und auch gerne stellvertretende Schulleiterin gewesen sei. Und selbstverständlich stehe sie der Schule weiter mit Rat und Hilfe zur Verfügung. Ihr Appell an die Kollegen: Schule ist für Schüler da! Und wie immer endete sie exakt mit dem Klingelzeichen. - mcr

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