Tag der offenen Tür an der Friedrich-Ebert-Schule

Aus Spritzen wird ein hydraulischer Greifer

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Experimente zur Wärmelehre: Im Physikraum empfangen Schüler der 7cR am Tag der offenen Tür ihre Gäste mit Schutzbrillen und blauen Flammen.

Mühlheim - Die Viertklässler und ihre Eltern staunen nicht schlecht über die Ausstattung des künftigen Lernorts. Computer stehen mittlerweile in fast jeder Einrichtung, aber eine gut ausgestattete Küche, eine Werkstatt, eine Bibliothek und viele Arbeitsgemeinschaften gibt’s nicht überall. An der Friedrich-Ebert-Schule (FES) schon, das haben die Besucher am „Tag der offenen Tür“ in Augenschein genommen. Von Michael Prochnow 

Direktor Dominic Russ ist es wichtig, dass die Kinder eventuelle Ängste vor dem Wechsel abbauen und neugierig auf die neue Umgebung werden. Die Pädagogen und viele Jugendliche der Haupt- und Realschule haben ein umfangreiches Programm vorbereitet, um das Profil der FES zu präsentieren. Im Physikraum empfangen Schüler der 7cR ihre Gäste mit Schutzbrillen und blauen Flammen. Zwei Klassenkameraden erläutern Tasten- und Treppenhausschalter mit Batterien, Kabel und großen Büroklammern. Mit Pappkartons, Getränkedosen und alten Spritzen aus der Arztpraxis demonstriert Alessandro einen hydraulischen Greifer.

Phantasievolle Landschaften gestalten die Gäste bei der Arbeitsgemeinschaft Modellbau. Aus dünnen Ästen und Island-Moos entstehen Bäume, aus kleinen Kieselsteinen und Mini-Autos Straßenszenen. Im Werkraum sägen die Grundschüler mit der Laubsäge auf Sperrholz gezeichnete Figuren aus. In der Küche sollen die Probanten Gewürze, Früchte und Säfte am Geruch erkennen.

In der Pausenhalle lernen die Schüler- und Elterngruppen den Förderverein und den Sanitätsdienst kennen. Einige der erfahrenen Teenager haben durch die Tätigkeit ihre Berufswahl getroffen, wollen Rettungssanitäter werden. Auf das „Leben nach der Schule“ bereitet die FES mit einer Vielzahl an Aktivitäten vor. Auf diesem Gebiet ist die Ebert-Schule mehrfach ausgezeichnet worden.

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Mit Jumina, „junge Migranten in Ausbildung“, trainieren sie ab Klasse Acht, Bewerbungen zu verfassen. Sie nehmen an Kursen teil, mit denen sie sich und ihrer Stärken besser bewusst werden. Zusätzliche Sprachkenntnisse seien ein großer Vorteil. Über die verfügt auch Ana Kosovac. Sie kam erst vor dreieinhalb Jahren aus Serbien nach Mühlheim, wurde Landessiegerin in Mathematik und setzt sich heute als Schulsprecherin für ihre Mitschüler ein. Am Info-Tag führt sie eine Gruppe Kinder durch die Räume. Begeistert sind die Besucher von Schul-Hund Becs und von den zahlreichen Sport-Angeboten, die in der Turnhalle vorgestellt werden. Vielen Eltern ist die Hausaufgaben-Betreuung am Nachmittag wichtig.

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