Mit Anmeldung und Abstand

Gemeinde plant etwas anderes Festwochenende zur Kirchweih von St. Markus in Mühlheim

Alternativprogramm zur 65. Kirchweihe: Ein Flashmob wie im vergangenen Jahr ist diesmal coronabedingt beim Fest von St. Markus nicht möglich.  
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Alternativprogramm zur 65. Kirchweihe: Ein Flashmob wie im vergangenen Jahr ist diesmal coronabedingt beim Fest von St. Markus nicht möglich. archiv

65 Jahre sind seit der Weihe von St. Markus in seiner heutigen Form vergangen. Jedes Jahr um den 23. Oktober herum stand das Gotteshaus an der Marktstraße im Mittelpunkt rauschender Feste. Hunderte strömten stets zum Kirchweihfest. Doch 2020 ist vieles anders.

Mühlheim – Die Begegnungen, die das Gemeindeleben ausmachen, sind eingeschränkt. Schon der beliebte Hofsommer der katholischen Gemeinde musste angesichts der Pandemie-Lage zu den Menschen auf Tour gehen. Und auch das nun anstehende Kirchweihfest am Wochenende vom 24. und 25. Oktober hätte noch im Januar keiner unter das Motto „Unsere Kirche gemeinsam und doch anders feiern“ gestellt.

Aber wie schon zum Hofsommer haben sich die Organisatoren mit den Vorgaben des Bistums Mainz und des Landes auseinandergesetzt und ein Alternativprogramm geplant. „Einige Programmpunkte, die schon zur Tradition geworden sind, müssen in diesem Jahr ausfallen oder durch alternative Ideen ersetzt werden“, erläutert Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Oberbeck. Heißt: Es gibt kein Tischkicker-Turnier, kein gemeinsames Mittagessen mit Livemusik am Sonntag, keine Hüpfburg, kein Spielmobil für den Nachwuchs.

Damit das Fest trotzdem steigen kann, haben die Beteiligten sich schon eine ganze Weile den Kopf mit der Planung zerbrochen. „Wir müssen immer wieder schauen, wie die Bestimmungen angepasst werden“, berichtet Oberbeck. Wie bereits in den vergangenen Jahren liege das Augenmerk auf unterschiedlich gestalteten Gottesdiensten. Und bei allen Veranstaltungen gilt: Nur wer sich vorher anmeldet, kann auch teilnehmen.

So startet das Kirchweihfest traditionell am Samstag, 24. Oktober, um 17 Uhr mit einem ökumenischen Freiluft-Gottesdienst auf dem Markusplatz unter dem Motto „Hoffnung und Freude – Zusammen ist man nicht allein“. Die zuvor angemeldeten Besucher sollten sich eine Sitzgelegenheit mitbringen.

Anschließend soll der Abend am Lagerfeuer mit Livemusik der „Acoustic Band Moon“ ausklingen. Doch obwohl die Organisatoren für das Konzert schon ein genaues Konzept mit genügend Abstand zwischen den Plätzen, Maskentragen und eigens mitgebrachten Stühlen ausgearbeitet haben, zwinge die aktuelle Corona-Lage mit steigenden Infektionszahlen zum Nachdenken. Am Donnerstag berate man, ob das Konzept der aktuellen Lage angemessen sei, sagt Oberbeck. „Es kann auch sein, dass wir das Konzert noch kurzfristig absagen müssen.“

Der Sonntag, 25. Oktober, beginnt um 10 Uhr mit einem Hochamt in der St.-Markus-Kirche, das Teile des Kirchenchors musikalisch begleiten. Anschließend wird ein Mittagessen „to go“ angeboten. Märkchen für Gulasch, Klöße und Krautsalat oder ein veganes Mittagessen können im Pfarrbüro (Bleichstraße 17) oder in den Gottesdiensten bis spätestens 21. Oktober erworben werden.

Auf Schatzsuche gehen Familien ab 14.30 in der St.-Markus-Kirche. Am Nachmittag werden im Hof des Gemeindezentrums Getränke und Produkte des Fairen Handels angeboten. Das gesamte Wochenende gibt es den „Markt der Begegnungen“. Anstatt der traditionellen Tombola können sich Interessierte dabei in bereitgelegte Anmeldungen für Begegnungen mit Gemeindemitgliedern eintragen. Die dafür freiwilligen Spenden werden wieder Padre Dr. Martin Lenk in den Elendsvierteln der Dominikanischen Republik unterstützen. Mit einem Abendgottesdienst um 18 Uhr mit szenischer Lesung der Jugendtheatergruppe Früh-Beet, der insbesondere als Dank für die Aktiven und Helfer der Pfarrgruppe gedacht ist, endet das Kirchweihfest.

Mühlheimer sind zudem eingeladen, Glückwünsche zur Weihe in die Kirche zu bringen. „Vielleicht als gemaltes Bild, auf einer Glückwunschkarte mit einem Gruß“ oder Ähnlichem, wirb die Pfarrgruppe. „In der Kirche werden wir eine Pinnwand bereitstellen, auf die die Gratulanten ihre Glückwünsche heften können“, kündigt Oberbeck an. Zu einem Geburtstag gehören natürlich auch Blumen. „Deshalb stellen wir eine große Vase auf und würden uns freuen, wenn die ,Geburtstagsgäste’ eine Blume mitbringen. Wir hoffen, dass dann ein großer Blumenstrauß mit den unterschiedlichsten Blüten die Kirche schmückt.“

Angeboten werden, wie berichtet, auch drei Varianten des Benefizweins „Markuströpfchen“. Der Erlös aus dem Verkauf von Riesling, Dornfelder oder Bacchus aus dem Weingut Schott soll für die anfallenden Kosten in und um das Gemeindezentrum St. Markus genutzt werden, dessen Haupteinnahmen durch den Ausfall des Hofsommers weggebrochen sind. (Von Ronny Paul)

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