Ab April steigt Hundesteuer

60 statt 36 Euro für Vierbeiner

+
Mühlheims im vergangenen Jahr eingeweihte Hundewiese nahe der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde im Knick der Anton-Dey-Straße lockt regelmäßig viele Zwei- mit ihren Vierbeinern an. Sie hat sich zum Treffpunkt entwickelt.

Mühlheim - Hundebesitzer müssen ab April dieses Jahres tiefer in die Tasche greifen. Grünes Licht für die von der Stadtverwaltung geforderte Erhöhung der Hundesteuer gilt als sicher. Sie ist bereits im von der Großen Koalition abgesegneten Haushaltssplan eingerechnet. Von Marcus Reinsch 

Prozentual soll die Hundesteuer in Riesensprüngen teurer werden, in absoluten Zahlen relativieren sich die Beträge auf einige Euro pro Monat: Die neue Steuersatzung, über die Mühlheims Kommunalpolitik im Stadtparlament am 1. März (18 Uhr, Rathaus, Friedensstraße 20) entscheidet, sieht ab April für den ersten angemeldeten Hund künftig pro Jahr 60 statt bisher 36 Euro vor. Gibt’s einen zweiten Hund, soll der künftig 90 statt 54 Euro kosten. Jeder weitere Vierbeiner schlägt dann mit 120 statt heute 72 Euro zu Buche.
Runtergerechnet hieße das beispielsweise für den Ersthund: zwei Euro mehr pro Monat. Und als zumutbar gilt der neue Obolus auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt schon seit dem Jahr 1999 nicht mehr an der Hundesteuerschraube gedreht hat. Mit der neuen Satzung, heißt es in der Vorlage an die Volksvertreter, lehnten die Steuersätze „an die Durchschnittswerte des Kreises Offenbach an“.

Dass die Stadtverordnetenversammlung zustimmen wird, gilt als sicher. Denn es ist zwar noch ein Extra-Beschluss für die Satzung nötig. Doch im Grunde haben SPD und CDU der Erhöhung schon ihren Segen gegeben, als sie Ende letzten Jahres mit ihrer Mehrheit für den nun auch von der Kommunalaufsicht genehmigten Haushaltsentwurf von Bürgermeister und Kämmerer Daniel Tybussek stimmten. Den Antrag der „Bürger für Mühlheim“, auf die Hundesteuererhöhung zu verzichten, lehnten sie ab.

Als Lektüre kann sich die Satzung durchaus lohnen. Vor allem der Paragraf 6, der die Möglichkeiten der Steuerbefreiungen auflistet. Diensthunde, die der Zoll oder die Polizei zu ihren Dienstherrchen nach Hause geschickt haben, sind zwar selten. Ebenso ausgebildete Rettungs- oder Begleithunde Doch auch für andere Vierbeiner gibt es Ausnahmen. Hunde etwa, die aus dem Tierheim in eine echte Heimat kommen, kosten bis zum Ende des Jahres, das auf ihren Erwerb folgt, nichts.

Leserbilder zum Hundetag (Teil 1)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare