Stadtwerke-Aufsichtsrat entscheidet

Mühlheim: Schwimmbad trotz Corona - Das Hygiene-Konzept steht

Mühlheim: Diese Saison bislang ohne Besucher: Ob das so bleibt oder ob das Lämmerspieler Freibad sowie das Hallenbad an der Ringstraße unter Einschränkungen öffnen, entscheidet der Stadtwerke-Aufsichtsrat in den kommenden beiden Wochen. 
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Mühlheim: Diese Saison bislang ohne Besucher: Ob das so bleibt oder ob das Lämmerspieler Freibad sowie das Hallenbad an der Ringstraße unter Einschränkungen öffnen, entscheidet der Stadtwerke-Aufsichtsrat in den kommenden beiden Wochen. 

Noch müssen sich die Bahnenzieher und Liegewiesen-Enthusiasten in Mühlheim gedulden. Wann die Schwimmbäder geöffnet werden, ist nicht klar. Der Stadtwerke-Aufsichtsrat möchte einen reibungslosen Ablauf - vor allem wegen Corona.

Mühlheim - Das Lämmerspieler Freibad und das Hallenbad an der Ringstraße werden vorerst noch nicht geöffnet, obwohl dies nach den jüngsten Lockerungen des Landes Hessen unter hohen Auflagen wieder möglich wäre. Die Entscheidung, ob die Schwimmbäder überhaupt unter den aktuellen Bedingungen öffnen, fällt der Aufsichtsrat der Stadtwerke, sagt Bürgermeister Daniel Tybussek auf Anfrage. Das soll in den kommenden zwei Wochen geschehen. Genaueres stehe noch nicht fest, wie der Rathauschef verrät: „Wir sind bisher damit gut gefahren, nicht immer die Ersten zu sein und lieber erst zu öffnen, wenn wir einen reibungslosen Ablauf garantieren können. “.

Doch steht noch in den Sternen, ob die Bäder überhaupt in dieser Saison öffnen. Denn laut aktuellen Regeln dürfen sich in den Becken im Hallen- und Freibad jeweils nur 18 Personen gleichzeitig aufhalten. Im Lämmerspieler Freibad kommen dann noch die Liegeplätze auf der Wiese hinzu. Rund 70 Personen könnten sich somit insgesamt im Freibad sein. Denn laut Corona-Hygieneverordnung muss jedem Besucher von Schwimmbädern eine Fläche von mindestens fünf Quadratmetern zur Verfügung stehen – auch im Wasser. Um dennoch mehr Besuchern einen Aufenthalt zu ermöglichen, fahren viele Kommunen in der Region in ihren Bädern eine Art Schichtbetrieb. Nach dreistündigem Aufenthalt wird das Schwimmbad komplett geräumt und desinfiziert. Danach wird der nächste Schwung Besucher hineingelassen.

Auch in der Mühlenstadt orientiert man sich an solch einem Konzept. „Natürlich beziehen wir in unsere Überlegungen mit ein, dass es einen Wunsch der Bürgerinnen und Bürger zur Öffnung gibt“, sagt Tybussek, „allerdings wird bei den ganzen Beschränkungen auch nicht das typische Freibad-Gefühl entstehen und es werden immer nur sehr wenige Menschen in die Schwimmbäder gehen können“.

Eine schwierige Abwägung steht den Verantwortlichen bevor, denn auch die Kosten für die Stadt dürften steigen, da es kaum Einnahmen aus Eintrittskarten gibt. Sollten sich der Aufsichtsrat für eine Öffnung entscheiden, dann sind die beiden Bäder darauf bereits vorbereitet, wie es vonseiten des Schwimmbad-Betreibers heißt. „Unser Hygienekonzept für eine Öffnung steht“, sagt Stadtwerke-Chef Wolfgang Kressel. 

VON LUKAS REUS

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