Interaktives Mühlheim-Rollenspiel ist wieder da

4. Finsternacht: Im Wald des Grauens

Schauriges und Rätselhaftes im Wald: Teilnehmer lösen bei der Finsternacht Aufgaben und sind selbst Teil der Story.
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Schauriges und Rätselhaftes im Wald: Teilnehmer lösen bei der Finsternacht Aufgaben und sind selbst Teil der Story.

Im vergangenen Jahr hat die Pandemie der vierten Finsternacht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Story war geschrieben, die Schauspieler hatten bereits mit den Proben begonnen, Tickets verkauft und dann musste die Mischung aus Theater, Escape-Room und Horror doch ausfallen.

Mühlheim - „Wir haben viel Energie reingesteckt, es hat uns sehr leidgetan“, erinnert sich Ulrich Noll ans vergangene Jahr. „Dafür sind wir nun umso mehr motiviert.“

Ein Jahr später nimmt das Team um Noll, Lasse Westphal und Tim Wunderle, das vor Jahren die Idee der Finsternacht im Zeltlager von St. Markus geboren hat, einen neuen Anlauf. Diesmal steigt die Finsternacht am Samstag, 16. Oktober – es gelten die 3G-Regeln. In verschiedenen Zeitslots aufgeteilt, finden sich die Teilnehmer in einer Geschichte wieder, in der sie selbst Protagonist sind und in der Können und Geschick den Ausgang bestimmen.

„Es ist eine Veranstaltung ohne doppelten Boden, wenn die Gäste im Spiel sind, muss performt werden, und das ist die Herausforderung“, sagt Lasse Westphal. In der vierten Auflage des interaktiven Mühlheim-Rollenspiels zieht es die Teilnehmer in den „Wald des Grauens“. „Es gibt Dinge auf dieser Welt, die waren schon lange vor uns Menschen hier und werden auch lange nach uns noch hier sein“, sagt Ulrich Noll über die Geschichte.

Unheimliches geschieht im Mühlheimer Wald. Holzfiguren hängen im Geäst, Menschen verschwinden. Die Bürger fragen angsterfüllt: „Steckt die Bachliesel dahinter?“ Eine Frau, die im 18. Jahrhundert in Mühlheim lebte und der nachgesagt wurde, sie sei eine Hexe. Jedenfalls wurde sie in einem Anfall von Lynchjustiz, so erzählt man sich, auf einem Wagen gefesselt im Wald ausgesetzt. Ein paar Tage später war sie verschwunden und der Spuk nahm seinen Lauf.

Mehr als 20 Mühlheimer haben an der Konzeption mitgewirkt und haben erneut viel Kreativität und Zeit investiert. Für Kostüme und Kulissen sorgen die Mühlheimer ebenfalls selbst. Neu im Team ist Moritz Nynke, der das Kreativ- und Design-Team anführt: „Durch die vielen Themengebiete, die die Finsternacht vereint, sind der Kreativität und dem Gestaltungsspielraum nahezu keine Grenzen gesetzt“, schwärmt er. Auch mit im Boot ist Stadtrat Vincent Hoff (Die Partei). Der Schauspieler kümmert sich um die Koordination der Darsteller: „Es ist aufregend, vom Laien bis zum Profi den Schauspielern zu entlocken, wo ihre Stärken sind und sie dann in ihrer Rolle aufgehen zu sehen.“

Schauriges und Rätselhaftes im Wald: Teilnehmer lösen bei der Finsternacht Aufgaben und sind selbst Teil der Story.

Wie in den vergangenen Jahren starten die Teilnehmer vom Schanz aus in verschiedenen Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten (zwischen 16.30 und 20.30 Uhr) zu den einzelnen Stationen, an denen Aufgaben zu lösen sind. 40 Teilnehmer können so pro Stunde in Achtergruppen aufgeteilt ihre ganz eigene Finsternacht erleben. Die Stationen, an denen die Schauspieler agieren, werden regelmäßig desinfiziert, 3G ist Voraussetzung, festes Schuhwerk und eine Regenjacke sind empfohlen.

Ein 40-Sekunden-Trailer auf Youtube gibt einen Vorgeschmack auf das, was die Teilnehmer erwartet. Das trifft wohl den Nerv, dreiviertel der Tickets sind schon verkauft, informiert Noll. Karten vom vergangenen Jahr behalten eins zu eins ihre Gültigkeit. (Ronny Paul)

Infos und Tickets: schanz-online.de/tickets; Facebook, Mail.

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