Mühlheimer steht in Mainz auf der Bühne

Spaß mit dem miesen Typen

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Johannes Lotz (links) in seiner Rolle als Terry Connor im Musical „Sideshow“.

Mühlheim/Mainz - Johannes Lotz aus Mühlheim spielt in der Musicalgruppe der Uni Mainz. Ab dem 30. Mai steht der Student in der Kriminalkomödie „Curtains - Vorhang auf für Mord" auf der Bühne. Von Sebastian Schwarz 

Sidney Bernstein ist ein ziemlich mieser Typ. Der ebenso exzentrische wie erfolglose Theaterproduzent schreckt nicht mal davor zurück, seine Frau und seine Stieftochter zu erpressen. Und jetzt ist Bernstein auch noch in einen Mord verwickelt. Blut fließt dabei zum Glück keins, denn Bernstein ist eine Figur aus der neuen Musicalproduktion der Hochschulgruppe „Musical Inc. “ der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität. Den Fiesling Bernstein spielt der Mühlheimer Johannes Lotz. Er studiert in Mainz Musik- und Theaterwissenschaft.

Es ist sein dritter Auftritt auf der ambitionierten Mainzer Musicalbühne. Zuvor hat er bereits in Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ und in „Side Show“ mitgespielt. Musik und Schauspiel sind seine großen Leidenschaften. „Ich habe immer schon unfassbar gerne Musik gemacht“, erzählt der 24-Jährige. Unter anderem hat er im Jugendchor Sankt Josef in Offenbach und im hessischen Landesjugendchor gesungen. „Es gab eigentlich keine Musik-AG, an der ich nicht teilgenommen habe“, sagt Lotz. Zum Schauspiel kommt er einige Jahre später, als seine Schulfreunde noch jemanden für ihre Musical-AG suchen. Die Mischung aus Gesang und Schauspiel begeistert ihn sofort. „Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, auf der Bühne zu stehen und zu singen.“

Durch Zufall kommt er zur Musicalgruppe der Mainzer Uni

Bühnenerfahrung sammelt er auch bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr am Schauspiel Frankfurt. Dort arbeitet er im Bühnenbild. Eines Tages wird er gefragt, ob er nicht in Philipp Preuss’ Inszenierung „Alice im Wunderland“ als Statist mitspielen möchte. Seine Rolle: Verkleidet mit einem überdimensionalen Hasenkopf überreicht er Alice auf der Bühne einen Blumenstrauß.

Zur Musicalgruppe der Mainzer Universität kommt er dann mehr oder weniger durch Zufall. Er ist gerade zwei Wochen an der Hochschule, als er auf dem Campus ein Werbeplakat für das Casting von „Frühlings Erwachen“ sieht. Seine Freunde haben ihm bereits von dem Stück vorgeschwärmt. Die Chance, selbst mitzuspielen, will er sich nicht entgehen lassen.

Für ihre aktuelle Produktion proben die Mainzer seit rund einem halben Jahr. Einmal die Woche treffen sie sich, drei Stunden geht die Probe. Richtig stressig ist es für Lotz und seine Mitstreiter im Monat vor der Premiere. „Da treffen wir uns dann fast jeden Tag zum Proben“, erklärt der angehende Theaterwissenschaftler.

„Anstrengend, aber auch super schön“

Was den Einsatz angeht, kennen die Mainzer Laien-Schauspieler keine Grenzen. Neben den Proben entwerfen sie die Eintrittskarten und Programmhefte, kleben Plakate, bauen das Bühnenbild und nähen ihre Kostüme um. „Es ist super anstrengend, aber auch super schön“, sagt Johannes Lotz.

Besonders die letzte Woche vor der Uraufführung verlangt jedem Beteiligten nochmal alles ab. Neben der Generalprobe stehen zudem Licht- und Tonprobe auf dem Plan. „Die Lichtprobe geht um 18 Uhr los und endet in 99 Prozent aller Fälle nicht vor fünf oder sechs Uhr morgens.“ Aber das stört Lotz und seine Mitstreiter nicht, denn bei ihnen steht der Spaß im Vordergrund. „Spätestens, wenn nach der Premiere der Vorhang fällt, sind alle Sorgen vergessen - das ist ein fantastischer Moment.“

In der Besetzung mit Johannes Lotz läuft „Curtains“ am Freitag, 30. Mai, Dienstag, 3. Juni, Sonntag, 8. Juni, Donnerstag, 12. Juni, Samstag, 14. Juni, sowie Dienstag, 17. Juni. Karten gibt es im Internet auf der Seite www.musicalinc.de

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