Kampf dem Froschtod

Mühlheim ‐ Die Gras- und Springfrösche im Lämmerspieler Wald sind es hauptsächlich, die den Beamten der Oberen Naturschutzbehörde Kopfzerbrechen bereiten. Von Heiko Wiegand

Diese Frösche nämlich, so vermutet Wolfgang Emdner, wohnen, wenn man auf der Kreisstraße 191 von der B 448 kommend in Richtung Lämmerspiel unterwegs ist, rechter Hand. Da sich schlechterdings auf der anderen Seite, also links dieser Straße, ein Gebiet befindet, das die Gras- und Springfrösche gern fürs Nachwuchskriegen nutzen, müssen die Tierchen notgedrungen immer wieder die vielbefahrene Straße überqueren - mit offensichtlich ziemlich hohen Verlustraten.

Die Oberen Naturschützer haben sich nun eine Lösung für die zunehmend weniger werdenden Gras- und Springfrösche überlegt. Und an dieser Stelle kommt wieder Wolfgang Emdner ins Spiel. Emdner fungiert seit gestern als Bauleiter eines veritablen Tiefbau-Vorhabens, das den Gras- und Springfröschen in Zukunft ein gefahrloses Unterqueren der Kreisstraße ermöglichen wird. „Wir graben insgesamt sechs Durchgänge mit einer Länge von 13,80 Metern unter der Straße durch“, erklärt der Tiefbauspezialist im Gespräch mit unserer Zeitung. Alle Durchgänge sind rechteckig im Querschnitt, etwa 50   Zentimeter breit und runde 30 Zentimeter hoch. Und damit die Tierchen die eigens für sie gegrabenen Froschtunnel auch verlässlich finden, wird die Straße auf einer Länge von rund 250 Metern lückenlos mit einer 30 Zentimeter hohen Spundwand aus Blech entlang des Seitenstreifens versehen. Kostenpunkt für den Steuerzahler: rund 97.000 Euro.

Rubriklistenbild: © Pixelio / Andreas Zöllick

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