„Klingelnde Vereinskasse“

Kinder machen Zirkus

Goetheschüler freuen sich schon auf die Projektwoche im „Circus Rondel“ im kommenden Jahr.
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Goetheschüler freuen sich schon auf die Projektwoche im „Circus Rondel“ im kommenden Jahr.

Mühlheim - Schule macht öfter mal Zirkus. Aber Zirkus muss Schule machen, finden Yvonne Botsch und Benedicte Pretscher. Rektorin und Vorsitzende des Fördervereins ziehen vom 23. bis zum 28. Februar mit allen 250 Schülern der Goetheschule in ein 500-Plätze-Zelt im Bürgerpark.

Statt Mathe, Deutsch und Sachkunde stehen dann Seiltanz, Dressur und Clownerie auf dem Stundenplan. Mit dem Projekt hat sich die Schule bei der „Klingelnden Vereinskasse“ von Holzland Becker und unserer Zeitung beworben. Alle zwei Jahre veranstaltet die Grundschule an der Schulstraße eine Projektwoche. Für die nächste haben sich Förderverein, Kollegium und das Schulkinderhaus „Goethe Kids“ mit dem Manegen-Programm eine besondere Aktion ausgedacht und den „Circus Rondel“ dafür gewonnen, der seit 1994 bundesweit mit viel Erfolg Unterricht im Zelt veranstaltet.

In authentischer Zirkusatmosphäre können Mädchen und Jungen Akrobatik, Jonglage, Übungen an Trapez und am Trampolin einstudieren, Tierdressuren mit Ponys, Ziegen und Tauben führen und als Clowns sowie Zauberer auftreten. Die professionelle Begleitung übernimmt die Zirkusfamilie Ortmann. „Die versteht sich hervorragend darin, Kinder zu fördern und zu motivieren“, sind die beiden Organisatorinnen überzeugt. „Jedes Familienmitglied betreut eine Disziplin und stellt sich auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder ein.“ Die Schüler besuchen jeden Tag eine Gruppe im Zelt und eine an der Schule“, konkretisiert Botsch das Vorhaben. „In Klassenräumen werden Speisen zubereitet, gebastelt, eine Zirkuszeitung und ein Programmheft erstellt“, erklärt Pretscher.

„Die positiven Auswirkungen solcher Projektwochen sind ganz klar erkennbar“, betont die Grundschulleiterin. Das Konzept gehe weit über das Einüben einfacher Kunststücke und Zirkusnummern hinaus, erläutert sie weiter: „Im Vordergrund steht das Erlernen sozialer Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Selbstwertgefühl, Kreativität, Phantasie, Hilfsbereitschaft, kollektives Handeln und Zusammenhalt“.

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Außerdem würden motorische Fähigkeiten und die Entwicklung von Ausdauer gefördert, zählt Botsch die Vorteile des Projektes auf. „Darüber hinaus entsteht natürlich auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl, was wiederum Potenziale zur Integration einzelner Kinder bietet“, sagt die Pädagogin. Zugleich entstehe ein bewussteres Verhältnis zur Umwelt, besonders zu Tieren. Das Erlebnis stelle ein Gegengewicht zum Konsum von Massenunterhaltung dar, werben die Frauen weiter. „Für Kinder ist dies ein mit Sicherheit ein lehrreiches Erlebnis, dass sie ihr Leben lang nicht vergessen werden.“

M.

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