Kommunalwahl in Mühlheim

Katastrophe für Rot-Grün

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Besser als ein „Tatort“: Statistik-Gucken im Rathaus.

Mühlheim - Die „Bürger für Mühlheim“ sind die eindeutigen Sieger der Kommunalwahl. Im Trend-Ergebnis haben sie ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Von Marcus Reinsch

Das bedeutet, falls die heute beginnende Auszählung der Personen-Stimmen nicht noch den Umschwung bringt, das Aus für Rot-Grün. SPD-Parteichef Thomas Schmidt ist „ernüchtert, aber nicht missmutig“. Die Grünen-Spitzenkandidatin Gudrun Monat ist „erstmal zufrieden“, dass ihre Partei auch ohne die 2011 das Grünen-Klientel mobilisierende Fukushima-Katastrophe zweistellig geblieben ist. Auch wenn nach dem Trend-Ergebnis „wohl die Mehrheit kippen wird“. CDU-Parteichef Stephan Fuchs zeigt sich froh, „dass wir unser Ergebnis entgegen dem bundespolitischen Trend mit leichten Verlusten stabilisiert haben“. Und Dr. Jürgen Ries, Spitzenkandidat der „Bürger für Mühlheim“, ist vom Erfolg seines Wählervereins selbst dermaßen überrascht, dass er den „Wahnsinnserfolg“ selbst kaum glauben will.

Die 27,7 Prozent für die „Bürger“ sind zweifellos ein Erfolg. Bisher der Junior in der Stadtverordnetenversammlung, bewegt sich die Fraktion jetzt auf Augenhöhe mit der CDU. Die hat 27,8 Prozent und etwas verloren im Vergleich zu 2011.

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Runter auch für die SPD. 33,6 Prozent im Trend, das sind 5 Prozent weniger als im Trend 2011 und noch mehr als im damaligen Endergebnis (41,3 Prozent). Die Ursache sieht SPD-Spitzenkandidat Harald Winter in den Ängsten, die die Flüchtlingswelle ausgelöst hat. In Mühlheim sei keine AfD angetreten, da hätten die Leute die „Bürger“ angekreuzt. Trotzdem: Die SPD sei stärkste Fraktion und habe das Recht, den Stadtverordnetenvorsteher zu stellen und die Regierungsbildung vorzunehmen“.

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