WM-Schwimmen und Abzeichenwoche

Lämmerspieler Freibad: Start mit freiem Eintritt

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Auch Bürgermeister Daniel Tybussek (Vierter von links) schaute noch einmal im Freibad vorbei, bevor es heute dann richtig losgeht.

Mühlheim -  Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, öffnet das Lämmerspieler Freibad heute seine Tore. Neben freiem Eintritt an den ersten beiden Tagen gibt es auch sonst einige Neuerungen. Ein Ziel ist es unter anderem, die Schwimmfähigkeit von Kindern zu fördern. Von Christian Wachter 

Manche Stammgäste, sagt Wolfgang Kressel, Geschäftsführer der Mühlheimer Stadtwerke, seien ja schon in den vergangenen Tagen morgens am Zaun gestanden – in Erwartung, wann es denn wieder losgeht. Ab heute finden jene Schwimmbegeisterte Rentner oder jene, die vor der Arbeit ihre Bahnen ziehen, wieder Einlass im Lämmerspieler Freibad (Am Schwimmbad 6). Zumindest, falls die Witterung es nicht ganz schlecht mit den Wasserratten meint. Wer sich vergewissern möchte, ob das Freibad geöffnet hat, dem wird unter 06108 6347 weitergeholfen. Bei gutem Wetter hat das Bad täglich von 9 bis 19.15 Uhr geöffnet.

In den vergangenen Wochen wurde die Anlage für die Saison fitgemacht: Nichtschwimmer-, Schwimmer und die Babyecken sind grundgereinigt, die Chlor- und Wasseraufbereitungsanlage und alle sonstigen Instandsetzungsarbeiten inzwischen erledigt. Die Fliesen am Beckenkopf des Schwimmerbeckens sind größtenteils ausgetauscht worden und erstrahlen in neuem Glanz. Für ein einheitliches Bild, sagt Kressel, habe man auch intakte Fliesen ausgetauscht. Drei bis vier Wochen dauerte es, bis die Frostschäden des Winters beseitigt waren. Die haben sich aber in Grenzen gehalten: „Es war relativ mild, wir hatten nur ein paar besonders strenge Tage.“ Roland Peterson, Leiter der Bäder in der Mühlenstadt, äußert sich „zufrieden über den Top-Zustand“.

Mit einer kleinen Neuerung will man indes auch Menschen zu einem Freibadbesuch bewegen, die ihre Freizeit für gewöhnlich anders planen. Heute und am morgigen Mittwoch ist der Eintritt frei.

Wie gewohnt, bietet Kioskpächterin Andrea Hiemer – für kleines Geld wie es in der Ankündigung heißt – Speisen von Currywurst über Steak mit Pommes bis hin zu Hamburgern an. Getränke, Eis und Süßigkeiten sind ebenfalls zu haben. Besucher will man auch mit einigen Sonderaktionen ins Freibad locken. So ist für Freitag, 22. Juni, – ein Spieltag ohne eine Partie der DFB-Auswahl – ein WM-Schwimmen mit Aktionen rund um den Fußball geplant. Das Bad hat dann bis 24 Uhr geöffnet. Drei Termine für das Mitternachtsschwimmen stehen ebenfalls schon: an den Samstagen 14. und 21. Juli sowie 21. August.

Fotos: Bestes Wetter beim Frühlingsmarkt in Lämmerspiel

Erstmalig gibt es in diesem Jahr die „Woche der Schwimmabzeichen“. Häufig beobachte man, was auch von der DLRG angemahnt werde, sagt Kressel: „Immer weniger Kinder können richtig schwimmen.“ Mit der Aktion wolle man dafür sorgen, dass die jungen Besucher nicht nur planschen können. Außerdem sei es nicht einfach, wenn Eltern bei viel Betrieb nachfragen, ob ihr Kind etwa ein Seepferdchen machen könnte. „So wollen wir das in einem Aufwasch erledigen.“ Neben dem Seepferdchen nehmen die Schwimmmeister im Frei- und im Hallenbad auch die Abzeichen in Bronze, Silber und Gold ab.

Das Hundeschwimmen, das im vergangenen Jahr erstmals angeboten wurde, wird es zum Ende der Saison erneut geben. „Eine richtig tolle Aktion, wir haben kaum Werbung gemacht und hatten 150 Teilnehmer“, sagt Kressel.

Von den Besuchern gebe es ziemlich gute Rückmeldungen, auch wenn man nicht jeden Wunsch erfüllen könne, den nach einer Rutsche zum Beispiel: „Dafür fehlt der Platz.“ Zu Unmut bei Anwohnern allerdings führt, wenn Straßen und Einfahrten mit Autos zugestellt sind. „Wir haben wenige Parkplätze, ideal ist es, wenn die Besucher mit dem Fahrrad oder dem Bus kommen“, meint Kressel.

Was die Besucherzahlen angeht, so würde man die 25.000 aus dem vergangenen Jahr gerne übertreffen. „Es war drei Tage am Stück schön, dann hat es wieder geregnet, das war eher mittelprächtig.“ Im Jahr zuvor sei man auf 30.000 Besucher gekommen. „Das wäre ein guter Wert.“

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