Politik nähert sich Thema vorsichtig

Leinenzwang wird geprüft

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Mühlheim - Schätzungsweise 1200 Arbeitsstunden alleine bei der Ordnungspolizei, weil ein stadtweiter Leinenzwang für Hunde ohne täglich mindestens zweistündige Kontrollen („Mindestvoraussetzung“) keine „spürbare Veränderung im Verhalten der Hunderhalter“ erwarten lasse.

Dazu der kaum zu beziffernde Aufwand für die Bearbeitung der Fälle im Rathaus, was mit dem heutigen Personalstand kaum zu leisten sei: Gedanken der Stadtverwaltung zur Idee aus dem Vorschlags- und Diskussionsforum der Mühlheimer Bürgerhaushalt-Premiere, künftig die ganze Stadt zur Leinenzwangzone zu machen.

Beschlossen wurde der Antrag zum Leinenzwang in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung trotzdem. Sogar einstimmig und ohne Diskussion. Allerdings nicht als Arbeitsanweisung, Hunde und damit Herrchen und Frauchen flächendeckend an die Leine zu legen, sondern als Prüfauftrag an den Magistrat. Der soll nun erstmal „Grundlagen und Möglichkeiten für die Umsetzung von Leinenzwang“ ermitteln und der Politik zuspielen.

Längst klar ist, was auch im Antrag als Erläuterung seitens der Verwaltung nachgelesen werden kann: Ein im Bürgerhaushalt geforderter „genereller Leinenzwang“ sei schon wegen der wenig exakten Definition schwierig zu machen. „Generell“ würde bedeuten, dass der jetzt schon in einigen Gebieten und beispielsweise während der Brutsaison gültige Zwang nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in Feld, Wald und Flur gelten müsste. Das wiederum würde im Gegenzug ausgewiesene Freilaufgebiete nötig machen, die in städtischer Hand sein müssten, um welche sein zu dürfen.

Jeder-Hund-Rennen in Bürgel

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mcr

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