Aus Alt mach Neu, zweiter Teil

Mühlheim - WohnBau setzt Sanierung ihrer Immobilien fort / 72 Wohneinheiten werden von März an modernisiert

Matthias Dahmer

Es wird vermutlich ein turbulentes Jahr werden für einige Mieter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WohnBau. Sie müssen Lärm, Staub und all die anderen Beeinträchtigungen schlucken, die eine Grundsanierung der eigenen vier Wände so mit sich bringt. Doch wenn es so läuft wie vor drei Jahren bei den WohnBau-Wohnungen in der Schillerstraße, dann werden am Ende alle sagen: Es hat sich gelohnt.

Im März beginnen die Sanierungsarbeiten an insgesamt 72 Wohneinheiten der WohnBau. Modernisiert und in Sachen Energieverbrauch auf den neuesten Stand gebracht werden die rund 50 Jahre alten Immobilien in der Holbeinstraße 1 bis 4 sowie 6 bis 8, in der Gerhart-Hauptmann-Straße 18 bis 20 und in der Dietesheimer Straße 67, 69 und 71. Bis Ende des Jahres soll das Vorhaben inklusive Herrichtung der Außenanlagen fertig sein.

Rund sechs Millionen Euro werde die WohnBau in die Sanierung stecken, sagt Geschäftsführer Ralf Petzold. Ähnlich wie bei der Modernisierung der Wohnblocks in der Schillerstraße werde man während der Umbauphase für die Mieter Aufenthalts- und Sanitär-Container aufstellen.

„Wir als Vermieter sind gefordert, unseren Mietern auch in Zukunft zeitgemäßen und modernen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Außerdem muss man bedenken, dass in den 50er-Jahren völlig andere energetische Anforderungen an die Häuser gestellt wurden als es heute der Fall ist“, so Petzold. Man werde die Energiekosten für die Wohnungen drastisch auf das aktuelle Neubauniveau senken. Das entlaste auch die Geldbeutel der Mieter.

Unter anderem sind laut Petzold folgende Sanierungsschritte vorgesehen: Zunächst werden die Dächer neu gedeckt und gedämmt. So kann künftig weniger Wärme aus dem Haus entweichen. Für weitere Energieeinsparungen sorgt die neue Fassadendämmung. Auch die Fenster und Balkontüren werden durch hochwertige Kunststofffenster und Balkontüren mit wärmedämmender Isolierverglasung ersetzt. Zudem erhalten alle Kinder- und Schlafzimmerfenster Kunststoffrollläden. Um die Sicherheit in den Erdgeschosswohnungen zu erhöhen, werden dort alle Fenster und Balkontüren mit Rollläden ausgestattet und besonders einbruchhemmende Fenster eingesetzt.

Die Wärmeversorgung der fünf Häuser erfolgt künftig über ein Nahwärmenetz, die Wärmeerzeugung übernimmt ein Blockheizkraftwerk, und die benötigte Wärme- und Warmwasserversorgung wird über ein unterirdisch verlegtes Leitungsnetz geregelt.

In einigen Wohnungen, so Ralf Petzold weiter, würden die Grundrisse geändert, man könne dann sogar Wohnungen anbieten, die über zwei Etagen führen. Alle Wohnungen erhalten zudem größere Balkone, es werden alle Wasser- und Elektroleitungen ausgetauscht sowie neue Kalt- und Warmwasserzähler installiert. Die Bäder werden rundum erneuert, die Küchen neu gefliest. Eine zentral geregelte Lüftungsanlage, die Feuchtigkeitsprobleme vermeidet sowie modernisierte Treppenhäuser komplettieren die Sanierung.

Alle betroffenen Mieter sind für Donnerstag, 26. Februar, um 18.30 Uhr zu einer Mieterversammlung in die Willy-Brandt-Halle eingeladen, wo es weitere Informationen geben wird.

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