Mehr Musik, mehr Bewegung

Mühlheim - „Es ist wirklich viel bewegt worden in der vergangenen Zeit.“ Anna Dourouka, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales im Mühlheimer Rathaus, stellte gestern zusammen mit dem Ersten Stadtrat Heinz Hölzel den ersten Jahresbericht zur Jugendpflege vor. Von Heiko Wiegand

Neben die offene Jugendarbeit sei nun, gewissermaßen als gleichberechtigtes Standbein, die zielgerichtete Arbeit getreten - mit mehr spezifischen Angeboten für Jungs oder Mädchen, mit Themen wie Musik oder Bewegung. „Damit gestalten wir unser Jugendzentrum attraktiver als früher, kommen den spezifischen Wünschen der einzelnen Jugendlichen besser entgegen“, ergänzte der Erste Stadtrat. So habe man 2010 erstmals Hip-Hop-Tanzkurse nur für Jungen bzw. ausschließlich für die Mädchen angeboten. Zudem fand Ende vergangenen Jahres in Kooperation mit der Turngemeinde Dietesheim und dem städtischen Integrationsbüro ein Bewegungskurs für Kinder statt. Sechs Wochen lang haben zehn Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren „in verschiedenen Formen erfahren, dass Sport und Bewegung Voraussetzungen sind, um körperlich gesund und geistig fit zu bleiben“, heißt es im Bericht für die Jugendpflege und das Jugendzentrum.

Im Januar 2010 hatte es einen Wechsel an der Spitze der Jugendpflege gegeben. Der langjährige Sachgebietsleiter hatte die Einrichtung verlassen, vermerkt der Bericht. Am 1. Februar 2010 hatte Susanna Northmann die kommissarische Leitung übernommen - und fungiert seit Beginn dieses Jahres auch offiziell als Sachgebietsleiterin Jugendpflege.

„Wir wollen die Jugendlichen auf neue Dinge neugierig machen“

Auch in diesem Jahr sollen die beiden Standbeine „offene Jugendarbeit“ und „zielgerichtete Angebote“ in dem unlängst sanierten Zentrum an der Rodaustraße gleichberechtigt nebeneinander stehen. „Wir planen entsprechende Angebote auch im musikalischen Bereich“, erläuterte die Fachbereichsleiterin. Und: In diesem Jahr soll in Sachen neuer Angebote die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen intensiviert werden. „Wir wollen die Jugendlichen auf neue Dinge neugierig machen“, so Hölzel. Entsprechende Kontakte sollen demnächst unter dem Stichwort „Vernetzung“ geknüpft werden. Zusätzliche Kooperationen sind auch mit den städtischen Horten sowie mit der örtlichen Volkshochschule geplant.

Darüber hinaus wollen die Verantwortlichen unter dem Stichwort „JUZ unterwegs - stadtteilorientierte Angebote“ etwa im vergangenen Jahr eingerichteten Jugendtreff an der verlängerten Stauffenbergstraße in Lämmerspiel öfter vorbei schauen - „und auch in diesem Fall intensiver mit den örtlichen Vereinen und katholischen sowie evangelischen Gemeinden zusammen arbeiten, um insgesamt attraktiver zu werden und mehr bieten zu können“, ergänzte Hölzel.

Angedacht sind solche Treffpunkte, die vom Team des Jugendzentrums regelmäßig betreut werden, auch in den anderen Mühlheimer Stadtteilen. Bereits in den Osterferien (18. April bis 30. April) wird der Bus des Jugendzentrums wieder regelmäßig an der Stauffenbergstraße vorbei kommen. Zudem, so Hölzel, sollen in Zukunft noch ein bis zwei Laternen in diesem Bereich unweit des Waldrandes für mehr Licht sorgen.

Insgesamt 400.000 Euro hat die Stadt Mühlheim im vergangenen Jahr für die Jugendpflege ausgegeben, die Sanierung des Jugendzentrums nicht mitgerechnet.

Rubriklistenbild: © pixelio.de / Günter Havlena

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