„Mehr Zeit für die eigentliche Arbeit“

Dekanat Rodgau / Dreieich übernimmt zum Januar die Trägerschaft für die Kita Arche Noah

Trägerwechsel: Für Kinder, Eltern und Erzieherinnen in der Kita Arche Noah ändert sich nichts Wesentliches.
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Trägerwechsel: Für Kinder, Eltern und Erzieherinnen in der Kita Arche Noah ändert sich nichts Wesentliches.

Die Trägerschaft für die integrative Kindertagesstätte Arche Noah in der Mozartstraße 13 geht ab dem 1. Januar von der Friedensgemeinde auf das dann neu fusionierte Evangelische Dekanat Rodgau / Dreieich über. Eine Erleichterung für die Gemeinde, für Kinder, Eltern und Erzieher wird es keine wesentlichen Veränderungen geben.

Mühlheim – Die Neuordnung der rechtlichen Trägerschaft erfolgt vor allem aus „verwaltungstechnischen Gründen“, erläutert Friedensgemeinde-Pfarrer und Kirchenvorstandsvorsitzender Ralf Grombacher. Alles mit dem Ziel, die Geschäftsführung der Kita zu professionalisieren und die Kirchengemeinde von den in den vergangenen Jahren immer zahlreicher und komplizierter gewordenen Verwaltungs- und Managementaufgaben zu entlasten. Diese seien mit Beginn der Pandemie und mit sich ständig aktualisierenden Verordnungen noch angewachsen, sagt Grombacher. Nun wandere alles, was mit der Verwaltung der Kita zu tun habe, in die Hände von Profis.

Das Dekanat Rodgau hat bereits 2017 eine zentrale Geschäftsstelle in seinen Räumen in Dietzenbach eingerichtet, der bereits neun Kitas aus dem Gebiet angehören. Damit ist die Geschäftsstelle im Dekanat Rodgau für 215 Mitarbeitende und rund 800 Kinder zuständig. Acht weitere Einrichtungen kommen mit der Fusion zum Jahreswechsel aus dem Dekanat Dreieich dazu. Das Dekanat tritt als Träger tritt in alle Rechte und Pflichten der Kirchengemeinde ein.

Pfarrer und andere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Friedensgemeinde sollen durch die nun auch in Mühlheim über die Bühne gehende Strukturreform „endlich wieder mehr Zeit für die eigentliche religionspädagogische Arbeit gewinnen“, betont Grombacher.

Die Mitarbeiter der Arche Noah seien bereits bei einer Betriebsversammlung im Gemeindehaus Anfang Dezember durch Dekanin Sonja Mattes, den künftigen Geschäftsführer Stefan Schaap und durch ihn selbst über die bevorstehenden Veränderungen informiert worden. Alle hätten dem Wechsel der Kita in die gemeindeübergreifende Trägerstruktur ausnahmslos zugestimmt.

Wohl auch, weil sich für die im Normalbetrieb 30 Kinder – zehn davon sind Integrationskinder –, deren Eltern sowie für die Mitarbeiter nichts wesentlich verändern werde. Die enge Kooperation der Gemeinde mit der Kita werde auch nach dem Trägerwechsel bestehen bleiben. Der Kita-Ausschuss und der Förderkreis „Pro Arche“ bleiben erhalten und werden auch unter Dekanatsträgerschaft ihre bisherigen Aufgaben wahrnehmen. Die Gemeinde organisiere zudem weiterhin den Fahrdienst für Kinder mit Handicap und bleibe Herr über alle baulichen Veränderungen an und im Gebäude, das der Gemeinde gehört, informiert Grombacher.

(Von Ronny Paul)

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