Mittelstand hat Gewicht

Unternehmen expandieren und investieren

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Die neue Ausstellungshalle im Autohaus Winter soll im Juni eingeweiht werden.

Mühlheim - Geschäftiges Treiben herrscht in Mühlheims Gewerbegebiet Baustellenfahrzeuge transportieren Materialien von A nach B, Handwerker setzen die Planungen der Architekten um: Der Mittelstand investiert in Mühlheim. Von Jörn Polzin

Gleich vier Unternehmen erweitern ihre Standorte, bauen Lager-, Produktions- und Ausstellungsflächen. Zur Freude von Daniel Tybussek: „Der Mittelstand hat ein enormes Gewicht“, betont der Bürgermeister. „Die Firmen bieten hochwertige Ausbildungs- und Arbeitsplätze und arbeiten innovativ. “ Zu „Aushängeschildern der Stadt“ macht sie aber noch eine weitere Eigenschaft: Ihre Standorttreue.

Die Firma Tillmann etwa produziert seit 1952 Verpackungen in der Mühlenstadt, beliefert rund 2500 Kunden. „Mühlheim ist wegen der kurzen Wege ein idealer Standort für uns“, betont Geschäftsführer Peter Tillmann. Doch mit der veränderten Kundenstruktur seien auch die Anforderungenm an das Unternehmen gestiegen. Um die Logistik zu optimieren, soll in diesem Jahr mit dem Bau einer 1600 Quadratmeter großen Lager- und Produktionshalle begonnen werden.

Umsetzung einer neuen Ausstellungshalle

Fahrt aufgenommen hat die Umsetzung einer neuen Ausstellungshalle im Autohaus Winter. Auf den rund 350 Quadratmetern sollen ab Juni die neuen MINI-Modelle präsentiert werden. „Der Automobilmarkt entwickelt sich so rasant, das auch wir weiter wachsen müssen“, sagt Lothar Winter, der 120 Mitarbeiter und 15 Auszubildende in Mühlheim, Hainburg und Rödermarkt beschäftigt. 150 Lehrlinge hat das Unternehmen in der 40-jährigen Historie ausgebildet.

Seit knapp 100 Jahren ist die Schreinerei Hubert Noll in Mühlheim ansässig. Durch die geplante 1600 Quadratmeter große Produktionshalle für Fensterfertigung kann der Betrieb nun seine Produktion am Domizil in der Dieselstraße zusammenführen. Trotz des Standorts „mitten im Rhein-Main-Gebiet“ sei es schwierig, qualifiziertes Personal zu bekommen, betont Hubert Noll. Er muss es wissen. Der Chef hat schon hunderte Lehrlinge ausgebildet. „Viele machen sich danach selbständig und arbeiten noch mit uns zusammen“, betont Noll.

Suche nach geeigneten Fachkräften

Die beschwerliche Suche nach geeigneten Fachkräften kennt Radumir Gvozdic nur allzu gut. „Es gibt nicht genug Leute und die Qualität ist gesunken“, so der Mitinhaber von Elektro RAV. Seit 2004 ist die Firma unter anderem in den Bereichen Industriesteuerungsbau und -montage sowie Hausinstallation tätig. Die starke Expansion machte den Bau einer 1300 Quadratmeter großen Montagehalle für Schaltschränke in der Benzstraße notwendig.

Zu den vier Auszubildenden gesellen sich 19 Beschäftigte und 42 Aushilfskräfte. „Wir werden kämpfen, um die Firma hoch zu bringen“, sagt Gvozdic und hofft weiter auf Unterstützung der Stadt.

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